Zurechtbasteln geht nicht

Gemeinderat diskutiert über Anbaupläne im Forster Kindergarten

Außenansicht des Kindergarten Forst.
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Der Kindergarten in Forst wird langsam zu klein.

Wessobrunn/Forst – Seit Sommer vergangenen Jahres debattiert der Wessobrunner Gemeinderat ob und wie es eine Erweiterung des Forster Kindergartens geben kann. Auch in der Februar-Sitzung stand das Thema auf der Tagesordnung. 

„Jetzt stellt sich die Frage, wie machen wir weiter“, meinte Bürgermeister Georg Guggemos, der mit einer kleinen Delegation aus der Klostergemeinde einen Ortstermin in Böbing hatte, bei dem der dortige Kindergarten, den die Gemeinde mehr oder weniger in Eigenregie umbaute, unter die Lupe genommen wurde. „Böbings Bürgermeister Peter Erhard stellte uns den Kindergarten vor. Dieser wurde ohne Fachplaner mit den örtlichen Handwerkern saniert und umgebaut“, könnte sich Guggemos eine solche kostengünstige Lösung auch für die Betreuungseinrichtung in Forst vorstellen.

„Wir haben in der Verwaltung und auch im Gemeinderat gute Leute, um das selber zu machen“, zeigte sich Leonhard Reßler von dieser Idee durchaus angetan. Auch Franz Erhard konnte sich für diesen Vorschlag erwärmen: „Ich finde das toll, wie es Böbing gemacht hat.“

Einer der angesprochenen Fachleute im Gremium, Tom Füller, bremste jedoch die Euphorie. „Ich will da mit der einen oder anderen Vorstellung aufräumen. Ein Kindergarten ist baurechtlich eine ganz andere Nummer, weil es das Sonderbaurecht betrifft. Einfach so etwas zurechtbasteln, geht da nicht“, warnte Füller vor übertriebener Hoffnung, alles selbst zu erledigen. Gerhard Schelle, ebenfalls Baufachmann, argumentierte in eine ähnliche Richtung: „Eine Bauleitung bei so einem Projekt übernehmen, wie der Böbinger Bürgermeister, der aus dem Metier ist, kann nicht jeder.“ Schelle sollte eigentlich im Sommer vergangenen Jahres eine Vorplanung für den Forster Kindergarten machen. „Da bin ich dann aber indirekt zurückgepfiffen worden und jetzt habe ich keine Zeit es zu machen“, ergänzte Schelle.

Eine Alternative wäre ein Vorentwurf eines Planungsbüros. Dafür holte sich Guggemos bereits ein Angebot ein. Die Kosten von 14 000 Euro für diesen Entwurf in Skizzenform und eine Kostenschätzung lösten beim Gemeinderat jedoch keine Begeisterungsstürme aus. „Wir müssen uns den Kindergarten nochmals genau anschauen und dann auch grundsätzliche Dinge wie die Mittagsbetreuung und die Ganztagsschule betrachten“, forderte Gerlinde Sterr einen weiteren Ortstermin und einen größeren Ansatz. Auch wenn die Zeit langsam drängt, da durch neue Baugebiete in Forst junge Familien demnächst wohl Plätze im Kindergarten benötigen, nahm das Ratsgremium die Besichtigungsidee auf. „Ich werde mit dem Landratsamt klären in welcher Größenordnung wir die machen können und dann einen Termin mit der Kindergartenleitung vereinbaren“, resümierte Guggemos.

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