Endspurt bei der Rathausplanung

Gemeinderat Oberhausen beschäftigt sich mit Fassaden-Gestaltung des Rathauses

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So soll es mal aussehen, wenn‘s fertig ist: das Rathaus Oberhausen samt Anbau.

Oberhausen – Die Planungen für das Rathaus in Oberhausen schreiten voran. Auf der To Do-Liste des Gemeinderats stand in der jüngsten Sitzung die Fassaden-Gestaltung. Zudem widmeten sich die Räte einer weiteren Baustelle: die Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des ehemaligen Bauhofes am Rathaus.

Nichts ist ärgerlicher als ein Fehlkauf. Das schmerzt im Geldbeutel. Besonders wenn es sich dabei um die Fassade eines Gebäudes handelt. Deshalb ging es für einige Gemeinderatsmitglieder im Vorfeld mit dem Münchener Architektur- und Städteplanungsbüro Zwingel/Dilg sowie Bürgermeister Thomas Feistl nach München, wo verschiedene Fassaden-Materialien und Verarbeitungsmöglichkeiten besichtigt und begutachtet wurden.

Mit den gesammelten Eindrücken im Gepäck wurde dann im Planungsausschuss weiter gearbeitet. Nach einer ausführlichen Diskussion, kam man schließlich auf einen gemeinsamen Nenner: Die Farbgestaltung des Rathauses soll an das ursprüngliche Konzept von circa 1910 anschließen – helle Fatschen (in Farbe und Struktur abgesetzte Streifen um Fenster und Öffnungen), die harmonisch von etwas dunkleren Wandflächen abgesetzt sind. Das Rathaus in seiner Grundstruktur soll dabei seine Dominanz behalten und der Neubau, der den barrierefreien Zugang inklusive Aufzug und Treppenhaus ermöglicht, mit einer hellen, mineralisch gestrichenen Rohholzfassade zurückgenommen wirken.

Von den Vorschlägen, die Architekt Florian Dilg präsentierte, zeigte sich das Ratsgremium sehr angetan. So fiel dann auch der Beschluss klar mit zehn zu zwei Stimmen aus, wie Oberhausens zweiter Bürgermeister Rudolf Sonnleitner mitteilte. Einstimmigen Zuspruch fand die Planung der Dachform des Anbaus, die sich in die Dachlandschaft des Rathauses einfügt.

In der Februarsitzung soll das komplette Planungskonzept des Rathauses zur Verabschiedung vorgelegt werden. Danach sind die Ideen und Anregungen der Bürger in der bereits angekündigten Planungswerkstatt gefragt.

Ja zu Photovoltaik?

Auch in Sachen Photovoltaik auf dem Dach des ehemaligen Bauhofs geht es voran. Der Gemeinderat sprach sich mit einer Gegenstimme dafür aus, eine Machbarkeitsstudie zur Errichtung einer Anlage in Auftrag zu geben. Zuständig für die Durchführung der Studie sind dann die Stadtwerke Bad Tölz.

Angedacht ist die Errichtung einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach des ehemaligen Bauhofs, die Installation eines Speichers sowie die Nutzung des selbsterzeugten Stroms in den diversen benachbarten Liegenschaften wie dem Rathaus, dem Kinderhaus, dem Feuerwehrhaus oder der ehemaligen Bäckerei. Neben der Wirtschaftlichkeit der Anlage und der Speicherlösung müssen hier besonders die Kosten für die Schaffung eines sogenannten „Arealnetzes“ untersucht werden. Dabei geht es auch um rechtliche Fragen. Weitere Bestandteile der Studie sind das Aufzeigen und die Prüfung von Alternativlösungen.

Zudem soll die Machbarkeit zum Bau einer Ladeinfrastruktur auf dem Gelände der Gemeinde, unter anderem zur Nutzung von E-Autos, untersucht werden. Die Kosten der Studie liegen pauschal bei gut 4000 Euro.

Von Kreisbote

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