Feuerwehr muss sich gedulden

Gemeinderat schiebt Anbaupläne nach hinten

Die Wessobrunner Feuerwehrleute wünschen sich einen Anbau an ihr Feuerwehrhaus. Der Gemeinderat schob das Projekt jetzt aber erst einmal nach hinten
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Die Wessobrunner Feuerwehrleute wünschen sich einen Anbau an ihr Feuerwehrhaus. Der Gemeinderat schob das Projekt jetzt aber erst einmal nach hinten
  • Roland Halmel
    VonRoland Halmel
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Wessobrunn – Für die Forster Feuerwehr zeichnet sich eine Lösung ihrer schlechten räumlichen Situation ab, nachdem ein neuer Standort für ein Feuerwehrhaus im Raiffeisenfeld gefunden wurde. Die Wessobrunner Floriansjünger, die ebenfalls über Platzprobleme klagen, müssen sich indessen nach den letzten Beratungen des Gemeinderats weiterhin gedulden.

„Der Gemeinderat sieht die Wichtigkeit des Projekts“, erklärte Bürgermeister Georg Guggemos, nachdem die Wessobrunner Feuerwehrler inzwischen schon seit fast 30 Jahren auf einen Anbau drängen. Aus diesem Grund beschäftige sich das Ratsgremium mit dem Projekt im Rahmen der Diskussionen über die Prioritätenliste für die Infrastrukturprojekte in der Klostergemeinde. Hinter dem Feuerwehrhaus Forst und der Erweiterung des Kindergartens Forst, landete der Ausbauwunsch der Wessobrunner auf Rang drei. „Das war eine schwierige Entscheidung“, bekannte Guggemos. „Der Zustand in Wessobrunn ist nicht gut, man kann sich dort aber besser behelfen als in Forst, da die Mehrzweckhalle mit Stüberl und Sanitäranlagen gleich daneben sind“, ergänzte der Rathauschef, der zudem darauf verwies, dass die Gemeinde angesichts der leeren Haushaltskasse den Gürtel enger schnallen muss. „Momentan müssen wir uns auf die Pflichtaufgaben konzentrieren und in der finanziellen Situation ist es nicht möglich alles parallel zu machen“, erläuterte Guggemos. „Deshalb haben wir die Prioritätenliste erstellt und es mussten auch schon andere Projekte wie das ‚Keller-Liesl-Haus‘ gestoppt werden“, begründete der Rathauschef die Entscheidung den Wunsch der Wessobrunner Feuerwehr nach hinten zu schieben.

„Da bin ich nicht einverstanden, das ist nicht hinnehmbar. Man kann schon Sachen parallel machen,“ machte Gemeinderat Stefan Erhart, gleichzeitig Chef der Wessobrunner Wehr, seinen Unmut dazu deutlich. Von seinem Vater Franz Erhart kam im Anschluss der Vorschlag, den angedachten Fahrplan, der für 2022 die Planung und für 2023 das Einplanen von Haushaltsmitteln für das Projekt vorsah, etwas zu beschleunigen. „Wir können doch wenigstens intern darüber reden, wie der Anbau ausschauen soll, damit es mit dem Planen schneller geht“, meinte Franz Erhart.

Letztlich stimmte der Gemeinderat mit einer 10:5-Mehrheit dafür, das Projekt mit dem vorgenannten Fahrplan anzugehen.

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