Gemeinsame Zukunft – Schulverbünde sollen wohnortnahe Bildungsangebote ermöglichen

Zu einem Dialogforum mit dem Thema „Den Weg zur Mittelschule gemeinsam gehen“ hatten vor kurzem die Leiterin des Schulamtes Weilheim-Schongau, Gabriele Freidhoff, Landrat Dr. Friedrich Zeller und Regierungsvizepräsident Ulrich Böger in die Tiefstollenhalle eingeladen.

Die Bildung von Schulverbünden ist das Ziel der Dialogforen, die die Staatsregierung in allen bayerischen Regionen durchführt. Dabei sollen Gesprächsprozesse in Gang gebracht werden, die sich mit der Si- cherstellung von wohnortnahen und differenzierten Bildungsangeboten auseinandersetzen. Als wichtiger Baustein dabei wurde die flächendeckende Weiterentwicklung der Hauptschulen in Bayern zu sogenannten Mittelschulen genannt. Dies soll vor allem eine höhere Abschlussquote bringen, denn „immer noch verlassen zu viele Schüler die Hauptschule ohne Abschluss, auch wenn die Quote von zwölf Prozent vor zehn Jahren um etwa die Hälfte gesenkt werden konnte“, wie Peter Müller, Ministerialdirigent des Bayerischen Kultusministeriums, erläuterte. Ziel der Regierung sei es deshalb, allen Schülern ein Zeugnis beziehungsweise einen Abschluss zu ermöglichen, „mit dem sie auch etwas anfangen können“. Durch die Schaffung von Schulverbünden sei es möglich, aufgrund höherer Schülerzahlen ein differenzierteres Bildungsangebot bereitzustellen, was derzeit an den vielen kleinen Hauptschulen mit nur wenigen Schülern kaum umzusetzen sei, hieß es bei dem Dialogforum in Peißenberg. Unter dem gemeinsamen Dach eines Schulverbundes könnten auch kleine Schulen weiterbestehen. „Im Landkreis Weilheim-Schongau ist geplant, einen Schulverbund Peißenberg-Huglfing mit 517 Schülern zu schaffen“, erklärte Freidhoff. Landkreisübergreifend sollen die Verbünde Steingaden-Roßhaupten (Landkreis Ostallgäu) mit 491 Schülern und Penzberg-Benediktbeuern (Landkreis Bad Tölz) mit 637 Schülern entstehen. Hinzu komen drei eigenständige Mittelschulen in Weilheim (528 Schüler), Schongau (474 Schüler) und Peiting (330 Schüler). Zentraler Punkt des Mittelschulkonzeptes ist die Gliederung in drei Zweige: Technik, Wirtschaft und Soziales. Die endgültige Entscheidung für eine dieser Richtungen sollen die Schüler zu Beginn der neunten Klasse treffen. Wann das Konzept letztendlich umgesetzt wird, ist noch nicht genau festgelegt. Gewünscht und geplant sei zwar bereits das Schuljahr 2010/11, ließ Böger vorausblicken, „es kann aber auch später sein“. Denn es zähle vor allem „die Qualität der Umsetzung, nicht die Geschwindigkeit.“

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