Genug Anmeldungen für ABU in der Fachoberschule – Pläne für Starnberger FOS stoßen auf Skepsis

Neuer Ausbildungszweig kommt an

+
Gemeinsam für die Weilheimer FOS. V.li.: Jan Mayer, stellvertretender Schulleiter; Peter Ziller, Schulleiter; MdL Harald Kühn; Landrätin Andrea Jochner-Weiß; Kreiskämmerer Norbert Merk und Christian Dick, Mitarbeiter der Schulleitung.

Weilheim – Gut 680 Schüler besuchen derzeit die Fachoberschule (FOS) und Berufsoberschule (BOS) in Weilheim. Und das soll sich nach dem Willen der Schulleitung und der politischen Vertreter auch nicht ändern. Das wurde bei einem Pressegespräch deutlich, zu dem die Schule zum Abschluss der Einschreibung für das kommende Schuljahr eingeladen hatte.

Schulleiter Peter Ziller hatte dabei gute Kunde parat. Der neue Ausbildungszweig ABU (Agrarwirtschaft, Bio- und Umwelttechnik) erreichte mehr als 50 sichere Anmeldungen und erfüllt damit die Voraussetzungen für eine zweizügige Einführung. „Das ist die richtige Ausbildungsrichtung für die Region“, erklärte Ziller zufrieden.

Gleichzeitig verteilte er Lob an die Verantwortlichen des Landkreises. „Wir sind außerordentlich gut unterstützt worden“, meinte Ziller mit Blick auf Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Kreiskämmerer Norbert Merk. „Das Ganze wird aus dem regulären Etat gespeist, und wenn Sonderbedarf bestehen sollte, wird das der Landkreis schultern können“, versprach Merk.

Zuspruch für die neue Ausbildungsrichtung gab es auch durch den Landtagsabgeordneten Harald Kühn. „Ich begrüße die weitere Differenzierung. Es ist wichtig, in solche Zukunftsfelder zu gehen“, sagte Kühn, der zudem die Bemühungen des Landkreises, das Bildungsangebot zu verbessern, heraushob. „Es ist ein Kraftakt, in so kurzer Zeit eine dreistellige Millionensumme dafür bereitzustellen, aber es wird sich mehr als verzinsen.“ Kühn nahm zudem Stellung zu den Überlegungen, im Nachbarlandkreis Starnberg eine eigene FOS aufzubauen. „Dem Ministerium ist bewusst, dass es eine Neugründung nur geben darf, wenn eine benachbarte Schule nicht gefährdet ist“, so der Landtagsabgeordnete. Eine Entscheidung, ob es in Starnberg eine FOS geben wird, soll nach Ostern fallen.

„Wir haben da schon ein bisschen Sorge, vor allem im Bereich Wirtschaft“, rechnet Landrätin Jochner-Weiß mit einem Schülerrückgang in Weilheim, wenn es zu der Neugründung in der Nachbarschaft kommen sollte. Schließlich besuchen auch zahlreiche Schüler aus dem Landkreis Starnberg die Schule in der Kreisstadt, zudem könnten sich Fahrschüler beispielsweise aus Penzberg gegen Weilheim entscheiden.

„Irgendwann ist dann auch die BOS in Gefahr“, sieht Ziller weitreichende Folgen durch das Konkurrenzprojekt, da in Starnberg dann wohl auf lange Sicht auch eine BOS entstehen wird. Er verwies aber gleichzeitig auf die hohe Akzeptanz der Weilheimer FOS/BOS unter den Schülern. „Wir haben eine Umfrage in allen Bereichen gemacht, und die Schüler sind sehr zufrieden“, berichtete Ziller, der darüber hinaus die 40-jährige Erfahrung in Weilheim betonte. „Wir strengen uns als Schule an und haben eine entsprechende Qualität“, meinte Ziller mit Blick auf das engagierte Schulpersonal und das rund 50-köpfige Lehrerkollegium.

Von Roland Halmel

Auch interessant

Meistgelesen

31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
31-Jähriger niedergestochen: Täter auf der Flucht
Oberstadtlerfest in Bildern
Oberstadtlerfest in Bildern
Fast schon ein "Pflichttermin"
Fast schon ein "Pflichttermin"
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben
Mit dem Kreisboten die besten Sommerferien aller Zeiten erleben

Kommentare