Jahrzehntelanges Engagement gewürdigt

AWO-Vorsitzender und ehemaliger Stadtrat Gerhard Trautinger (SPD) mit Bürgermedaille ausgezeichnet

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Gerhard Trautinger (dritter v. li.) zusammen mit seinen ehemaligen Stadtratskollegen v. li. Horst Martin, Markus Loth und Angelika Flock.

Weilheim – Wenn sich Weilheims Stadträte geschlossen erheben, um einem Ausgezeichneten zu applaudieren, dann muss es sich bei diesem um jemand Besonderen handeln.

So im Fall von Gerhard Trautinger, der in der Weihnachtssitzung des Stadtrates mit der Bürgermedaille geehrt wurde. Auch die Auszeichnung an sich wird nur selten vergeben. Lediglich 25 Personen können gleichzeitig Träger der Medaille sein. Derzeit sind es 13.

Trautinger dürfte den meisten Kreisstädtern als langjähriger Arbeiterwohlfahrts-Vorsitzender (AWO) und ehemaliger Stadtrat bekannt sein. Den Vorsitz trat Trautinger nur drei Jahre nachdem er Mitglied im Weilheimer AWO-Ortsverband geworden war an. Das war 1988. „Er war als damaliger Geschäftsführer des Diakonischen Werkes geradezu prädestiniert dafür“, sagte Bürgermeister Markus Loth. Seit 2008 gehört Trautinger auch dem Vorstand des AWO-Kreisverbandes an. Als Beispiel für seine „immensen Verdienste“ gerade im Ortsverband nannte Loth die Betreuung und Beratung von Menschen in Not, auch die Kleiderkammer „Klamotte“ und der Seniorentreff im „Hans-Korntheuer-Stüberl“ fielen in seinen Verantwortungsbereich. Der dort wöchentlich stattfindende „Soziale Mittagstisch“ läge Trautinger besonders am Herzen. 2015 wurde Trautinger, der seit einem halben Jahrhundert SPD-Mitglied ist, mit der „Willy-Brandt-Medaille“ ausgezeichnet. Dem Weilheimer Stadtrat gehörte er von 1999 bis Ende November 2017 an, als er von seinem Amt aus gesundheitlichen Gründen zurücktrat. Die ersten acht Jahre war er als Referent für Straßen, Gehwege und Beleuchtung, anschließend bis zu seinem Ausscheiden als Referent für Ausstellungen, Messen, Märkte, Volksfest und Festplatz tätig. Zudem fungierte er von 2001 bis 2014 als Fraktionsvorsitzender. „In all den Jahren war die Zusammenarbeit mit ihm stets konstruktiv und von gegenseitigem Respekt geprägt“, fand Loth lobende Worte.

Trautinger habe sich zudem „mit voller Kraft“ für den Aufbau des AWO-Kinderhauses „Villa Kunterbunt“ eingebracht. Loth hob außerdem Trautingers Einsatz, zusammen mit der AWO, für hilfebedürftige Kinder und Erwachsene in Rumänien hervor. Beispielsweise wurden unter seiner Leitung ein Kindergarten, eine Schule und ein Krankenhaus mit Betten und technischem Gerät ausgestattet. Seinem Einsatz war es auch zu verdanken, dass ein damals neunjähriger Junge lebensnotwendige Operationen erhielt.

Der Geehrte selbst zeigte sich sehr bescheiden. Es sei ihm eine große Ehre die Medaille zu empfangen. Seine Zeit im Stadtrat sei zwar vorbei, bei der AWO werde er aber noch „eine Zeit lang“ weiter machen, so Trautinger abschließend.

Von Sofia Wiethaler

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