Josef Reiser wird Innungssieger des Schreinerhandwerks mit Sideboard "Waxenstein"

Inspiration in Holz

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Applaus und Anerkennung für den Innungssieger und die Preisträger des Wettbewerbs. Von links mit Urkunden: Felix Fischer, Martin Homas Huber, Sophia Antonia Gut, Josef Reiser, Thomas Faltermeier und Korbinian Bader. Links und rechts die Repräsentanten der Innungen mit dem Hausherrn.

Weilheim – 80 Stunden ist die Zeitvorgabe für ein Gesellenstück im Schreinerhandwerk. Und was die Prüflinge 2019 in dieser Zeit schafften, das konnten Eltern, Familienangehörige, Freunde und Interessierte am vergangenen Wochenende in den Räumen des Autohauses MedeleSchäfer bewundern.

So verschieden die Holzarten waren, so vielfältig war die Gestaltung. Gezeigt wurden 49 Kleinmöbel von Hängeboards über Sitz- und Treppenmöbel, Schreibtischen bis hin zum innovativen Regal. Zum Innungssieger (Bester Prüfling in Theorie und Praxis) kürte die fachkundige Jury Josef Reiser aus Grainau. Sein TV-Sideboard in Elsbeere und Ahorn zeigt ein eingelegtes Alpenpanorama. Wie der Sieger schilderte, hatte er die Idee auf dem Nachhauseweg von der Berufsschule. Bei den Preisträgern „Die Gute Form“ belegten Felix Fischer (Sideboard in Eiche und Filz), Martin Homas Huber (TV-Hängesideboard in Abachi/Esche) und Sophia Antonia Gut (Hängesideboard „Taschenleerer“ in Nussbaum und Mineralwerkstoff) die ersten Plätze. 

Belobigungen erhielten: Thomas Faltermeier und Korbinian Bader. „Wir sind wieder nahe dran an der Zeitvorgabe und die Prüfungsstücke sind wieder handwerklicher geworden. Früher wurde die Zeit oft überschritten. Das ist eine gute Entwicklung“, lobte Innungsobermeister Anton Bucher, der im Anschluss an seine Ansprache der Familie Medele für die großzügige Überlassung der Ausstellungsräume mit Blumen und Präsentkorb dankte. „Meine Materialien riechen nicht so gut, wie euer Holz. Beim Geruch können wir nicht mithalten“, stellte Kreishandwerksmeister Stefan Zirngibl launig in seiner Grußrede fest. 

„Ich habe heute beim Rundgang viel Interessantes gesehen und bin beeindruckt. Meinen herzlichen Glückwunsch für Euch und die besten Wünsche des Stadtrats für Eure Zukunft“, sagte er. Gastgeber Johannes Medele sah Verbindungen zum Schreinerhandwerk. Wir hatten Schreiner in der Familie. Ihr könnt im Gegensatz zum Kfz-Handwerk Werkstücke mit euren Händen schaffen. Dafür meinen Glückwunsch. Ich beneide Euch“, gratulierte er. Josef Reiser kann nun als Vertreter der Schreinerinnung Oberland am Landeswettbewerb der Innungssieger aus ganz Bayern (72 Innungen) teilnehmen. Der Wettbewerb „Gute Form“ wurde 1990 ins Leben gerufen.

Von Georg Müller

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