Ortsnah in der Natur

Gewässerunterhalt und Pflegekonzept in der Au

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Für die Au gibt`s ein neues Pflegekonzept.

Weilheim – „Die Au zählt zu den beliebten Aufenthaltsorten der Weilheimer, wenn sie sich ortsnah in der Natur aufhalten wollen“, ist Bürgermeister Markus Loth überzeugt.

Der bewaldete Bereich mit Wasserläufen und Spazierwegen ist als geschütztes Biotop eingestuft, so der Rathauschef weiter. „Immer wieder wurde in den letzten Jahren die Freude getrübt, wenn sich in den aufgestauten Flachwasserbereichen bei warmen Temperaturen unangenehme Gerüche bildeten.“ Seit die Ammer eingetieft wurde, sei der Zulauf nur noch als Abzweig vom Tiefenbach möglich. Die im Wasser enthaltenen Schwebstoffe würden sich so bei der viel langsameren Fließgeschwindigkeit in der Au als Schlamm nach und nach absetzen. Dazu fallen von den Bäumen Laub und Äste in das Gewässer. In den vergangenen Jahren und Jahrzehnten wurde immer wieder an einzelnen Stellen Schlamm ausgebaggert, um einer Verlandung entgegenzuwirken. Für den ausgebaggerten Schlamm müssen dann geeignete Lagerstätten gefunden werden. „Schlimmstenfalls die Mülldeponie, was den ohnehin hohen Kostenaufwand noch weiter erhöht“, erklärt Loth.

Im Herbst 2019 beschloss daher der Bauausschuss der Stadt, ein naturnahes Unterhaltungskonzept zu erarbeiten. Bei der Ausschreibung für die Planung eines langfristigen Unterhaltungskonzeptes hat die Natursinn International KG ein Angebot abgegeben, das die Stadt sowie die untere Naturschutzbehörde des Landratsamtes überzeugt hat. Dieses Jahr wird also mit einem ganz anderen Unterhaltungskonzept begonnen. Das Gewässer wird nun seit Anfang April fast wöchentlich mit bio-physikalisch behandeltem Quarzmehl und Steinmehl bestückt, um die Mikroorganismen zu unterstützen und ein besseres Gleichgewicht im Gewässer herzustellen. Ziel der Maßnahme sind die Reduzierung von Krautwuchs und Algenbildung, natürlicher Schlammabbau und Geruchsminderung.

Die Besucher der Au werden darauf hingewiesen, dass in nächster Zeit immer wieder entsprechende Arbeiten durchgeführt werden und selbst gebeten, zur guten Aufenthaltsqualität beizutragen. „Bitte hinterlassen Sie weder im Wald noch im Gewässer Müll oder Hundekot. Beispielsweise Schadstoffe aus Zigarettenkippen, die das Regenwasser von den Spazierwegen ins Gewässer spült, könnten den Erfolg der Maßnahmen deutlich mindern“, appelliert Loth.

Von Kreisbote

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