Hilfe vor Ort

Gewalt im eigenen Zuhause - wie man an Hilfe kommt

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Personen, die zuhause Gewalt erleben, haben verschiedene Möglichkeiten sich Hilfe zu holen.

Landkreis - Das eigene Zuhause, die eigene Wohnung sollte eigentlich ein Ort der Entspannung, der Harmonie und des Friedens sein. Doch leider verläuft das Zusammenleben zuhause nicht immer so entspannt und friedlich, wie es wünschenswert wäre. Und gerade in Zeiten von Corona und den damit verbundenen Ausgangsbeschränkungen, wenn Menschen viel Zeit auf engem Raum verbringen, kann es zu Spannungen und Streitigkeiten bis hin zur körperlichen oder sexuellen Gewalt kommen.

Doch niemand muss Gewalt vom Partner erdulden! Auch bei den derzeitigen Ausgangsbeschränkungen gilt der Grundsatz: „Wer schlägt, der geht.“ Es gibt viele Stellen, an die man sich telefonisch, per E-Mail oder persönlich wenden kann, um Beratung und Hilfe zu erhalten. Bei der Polizei gibt es hierfür bei allen Polizeipräsidien die sogenannten “Beauftragten der Polizei für Kriminalitätsopfer”. Dabei handelt es sich um Kriminalbeamtinnen, die bei häuslicher oder sexueller Gewalt beraten und unterstützen. Dort erfährt man auch, welche anderen geeigneten Beratungsstellen und Hilfeeinrichtungen es in der Nähe gibt. Und es wird erklärt, wie ein Strafverfahren abläuft und welche Rechte man als Opfer von Gewalt hat, falls man eine Anzeige erstatten möchte. Wie die zuständige Polizeibeamtin zu erreichen ist, erfährt man im Internetauftritt der Bayerischen Polizei.

Nichtanzeige schützt immer den Täter, nicht das Opfer!

Wer sich jedoch nicht gleich an die Polizei wenden möchte, kann natürlich auch Kontakt mit jeder anderen Frauen- oder Männerberatungsstelle in der Nähe aufnehmen.

Nachfolgend noch ein paar Tipps für bundesweite Hilfsangebote:

- Hilfetelefon 08000 116 016 Gewalt gegen Frauen www.hilfetelefon.de (Beratung telefonisch, per E-Mail oder Chat, bei Bedarf in 17 verschiedenen Sprachen)

- Beratungsangebot für Kinder, Jugendliche und Eltern www.nummergegenkummer.de (Kinder- und Jugendtelefon: 116 111, Elterntelefon: 0800 – 111 0 550)

- Opfertelefon 116 006 des WEISSEN RING www.weisser-ring.de

Grundsätzlich gilt: Verständigen Sie in Notfällen umgehend die Polizei über den Notruf 110.

Von Kreisbote

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