Gewerbepark statt Schlachthof – Diskussionsrunde der Standortförderung: Architekt stellt Pläne vor

Seit drei Jahren bietet der Verein für Stand-ortförderung Diskussionsabende an, um die Gewerbeentwicklung in Weilheim voranzutreiben. So auch am vergangenen Donnerstagabend, diesmal bei der Firma Bremicker Verkehrstechnik im Gewerbegebiet Paradeis.

Die elf Teilnehmer, Vertreter von im Gewerbegebiet Paradeis ansässigen Unternehmen, hatten sich dort eingefunden, um über örtliche Problemlagen und Verbesserungsvorschläge zu diskutieren. Zunächst stellte Stefan Bremicker, Marktbereichsleiter und bald Geschäftsführer des Unternehmens, den Betrieb vor, der 1932 in Wuppertal gegründet wurde und 1943 nach Weilheim umsiedelte. In Deutschland gibt es noch drei weitere Standorte. Die Firma fertigt StVO-Verkehrsschilder, Park- und Verkehrsleitsysteme. Der Jahresumsatz liegt bei 30 Mio Euro. Was mit dem ehemaligen Schlachthofgelände an der Paradeisstraße geschehen soll, ist schon seit längerer Zeit immer wieder ein Thema. Der Weilheimer Architekt Reiner Klier hat ein Konzept für einen Gewerbepark mit vielschichtiger Nutzung entwickelt, der dort auf einer Gesamtfläche von 6400 m2 entstehen könnte. Das Gebäude soll aus Erd- und einem Obergeschoss bestehen und etwa 3000 m2 vermietbare Objekte beheimaten. „Ein Teil des bestehenden Gebäudes müsste abgerissen werden, da die Sanierung des Flachdaches etwa so teuer wäre wie ein Neubau“, erklärte Klier. 89 Parkplätze sind auf dem Gelände ausgewiesen, eine Tiefgarage ist dort nicht möglich, da es sich um hochwassergefährdetes Gelände handelt. „Es ist kein Bauantrag eingereicht, aber wir können sofort loslegen, wenn Interesse da ist“, so der Architekt. Ein Problem, mit dem viele Gewerbetreibende am Paradeis zu kämpfen haben, ist die ihrer Meinung nach unzureichende Beschilderung. „Wir werden oft nur schwer gefunden. Das ist vor allem deshalb problematisch, weil sehr viel Schwerlastverkehr zu uns kommt“, monierte Mario Muth von der Firma Oberland Recycling. Es ginge ihm nicht darum, sich zu präsentieren, sondern darum, den Lkw-Fahrern langes Suchen und Umherkreisen zu ersparen. „Es müsste doch auch im Interesse der Stadt Weilheim sein, diesen Suchverkehr möglichst gering zu halten“, lautete die einstimmige Meinung der Diskussionsteilnehmer. Stefan Frenzl, Geschäftsführer des Standortfördervereins und Moderator des Abends, schlug vor, einen Ortstermin mit Firmenvertretern und dem Ordnungsamt zu vereinbaren, um die Situation besser beurteilen zu können, was auf großes Interesse stieß. So könnten vor allem Fahrzeuge, die von der B2 aus nördlicher Richtung kommen, am Neidhart-Einkaufspark vorbei direkt in das Gewerbegebiet geleitet werden, und müssten somit nicht den Kreisverkehr am Ortseingang passieren sondern lediglich den „Töllernkreisel“.

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