Ein gewichtiges Jubiläums-Geschenk – Weilheims Verschönerungsverein sanierte das alte Wasserrad an der Bärenmühle

Es drehte sich kurzfristig wieder, allerdings mit Muskelkraft. Anlässlich der Einweihung des renovierten Mühlrades hatte sich der Verschönerungsverein für die Sponsoren und Gäste diese Überraschung ausgedacht.

Über sieben Meter Durchmesser, 90 Quadratmeter Wasserschaufeln, eine enorme Eisenkonstruktion und 800 Schrauben. Das alte Mühlrad der Bärenmühle imponiert auch heute noch allein durch seine Ausmaße. Dem drohenden Verfall begegnete der städtische Verschönerungsverein mit dem Antrag auf Aufnahme in die Denkmalliste des Landkreises Weilheim-Schongau und der anschließend in Angriff genommenen aufwändigen Sanierung. Am vergangenen Wochenende wurde das für 8690 Euro erneuerte Mühlrad im Rahmen eines Festakts der Stadt übergeben. In seiner Ansprache verwies Vorstand Manfred Bögl auf den in der Vereinssatzung festgelegten Grundsatz der städtischen Verschönerung, der auch den Erhalt denkmalgeschützter Bauten und Bauteile vorsieht. An der Aktion Wasserrad hätten sich 28 Sponsoren mit Spenden zwischen 20 und 1000 Euro beteiligt. Zusätzlich schoss das Landesamt für Denkmalschutz 2500 Euro zu. Die freiwilligen Helfer arbeiteten über 131 Stunden bei Wind und Wetter an dem Projekt. Weilheims zweiter Bürgermeister Ingo Remesch ließ in seinem Grußwort die über 600-jährige Geschichte der Bärenmühle lebendig werden. Sie sei erstmals im Jahr 1405 in der Chronik als Getreidemühle erwähnt worden und nur eine von etwa zehn Mühlen im Stadtgebiet gewesen. Man könne Weilheim als Mühlenstadt bezeichnen. In der wechselvollen Geschichte habe das Mühlrad bis 1972 die Maschinen des Zimmererbetriebs Fischer angetrieben. Nach seiner Stilllegung hätte das alte Mühlrad als beliebte Kulisse für verschiedene Veranstaltungen und als Attraktion für Besucher gedient. Für den Erhalt und die Restaurierung gebühre dem Verein Dank und Anerkennung, würdigte Remesch dessen Bemühungen.

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