Gewinn für beide Seiten – Zertifikate überreicht: Von der Azubi-Akademie profitieren auch die Betriebe

Die Azubis und Vertreter der teilnehmenden Unternehmen der BDS-Azubi-Akademie: Mit dabei sind K&L Ruppert, SES 21 AG, Kreisboten-Verlag, Raiffeisenbank Weilheim, Motoren Bauer, Bremicker, Autohaus Medele und der Landkreis Weilheim-Schongau. Foto: Gsöll

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KATHARINA GSÖLL Eberfing – 22 Auszubildende aus acht Unternehmen und dem Landratsamt nahmen am ersten Jahrgang der Azubi-Akademie im Landkreis Weilheim-Schongau teil. Am vergangenen Donnerstag wurden ihnen feierlich ihre Zertifikate überreicht. Die Azubi-Akademie ist eine Initiative des Bundes der Selbständigen (BDS) und bietet Auszubildenden, vor allem kleiner und mittelständischer Unternehmen, ein zusätzliches Ausbildungsangebot. Regelmäßig werden Workshops, die über den Ausbildungslehrplan und die betriebsspezifischen Inhalte hinausgehen, angeboten – davon profitieren sowohl die Auszubildenden wie auch die Betriebe. Das Konzept hat sich mittlerweile seit mehr als drei Jahren im Landkreis Landsberg und seit 2009 im Landkreis Starnberg bewährt. Auf Initiative von Wirtschaftsförderung, den BDS-Verbänden in Weilheim und Peiting, der Firma K&L Ruppert und dem BDS Oberbayern-West hin, gibt es die Azubi-Akademie seit Herbst 2010 auch im Landkreis Weilheim-Schongau. Als „Geburtshelferin“ der Akademie im Landkreis bezeichnetete Ingolf Brauner, Präsident des BDS Bayern, die Firma K&L Ruppert, die ihre Azubis zunächst nach Landsberg geschickt hatte. „Mit Weilheim gibt es nun sieben Standorte der Akademie. Bis Ende dieses Jahres wollen wir sie auf zehn ausweiten, auch über Oberbayern hinaus“, plant Brauner. Die demographische Entwicklung stelle die Betriebe zusätzlich vor große Herausforderungen, geeignete Bewerber für ihre Ausbildungsplätze zu finden. Mit der Teilnahme an der BDS Azubi-Akademie können sich die Betriebe, so Brauner, im Wettbewerb um gute Auszubildende einen Vorteil verschaffen. Susanne Ruppert würdigte in ihrer Laudatio die Kreativität, das Engagement und den Leistungswillen der Teilnehmer: „Sie haben entscheidende Schritte für Ihre persönliche und berufliche Zukunft gemacht. Das bringt sowohl Sie selbst wie auch uns als Unternehmen weiter.“ Durch den vielfältigen Lehrplan werden wichtige Kompetenzen und Selbstbewusstsein vermittelt. Um im Beruf erfolgreich sein zu können brauche es mehr als Fachwissen. Dazu gehören sowohl eine ausgewogene Ernährung, positives Auftreten, angemessene Kleidung wie auch die richtigen Umgangs- und Kommunikationsformen. Die Azubis fassten in Kurzreferaten zusammen, was ihnen in den vergangenen Monaten vermittelt worden ist: Dass beim ersten Eindruck vor allem auf die Körpersprache geachtet wird, dass man auch am Telefon merkt ob jemand beim Sprechen lächelt, was attraktive Werbung ausmacht, welche Zuständigkeitsbereiche es im Landratsamt gibt, wie Unternehmen zur Gesundheit ihrer Mitarbeiter beitragen können und wie Konflikte gelöst werden sollten. „Sie haben wirklich viel gelernt und bewiesen, dass die Inhalte bei Ihnen angekommen sind“, bestätigte Justina Eibl, Stabsstelle Wirtschaftsförderung im Landkreis Weilheim-Schongau, den Absolventen. Auch Landrat Dr. Friedrich Zeller lobte die Einsatzbereitschaft der Azubis: „Diese Zusatzqualifikation geht über die üblichen Ausbildungsinhalte hinaus und macht Sie somit doppelt attraktiv für ihre Arbeitgeber.“

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