Marktgemeinde ehrt zwei Musterbetriebe mit dem Peißenberger Wirtschaftspreis 2020

Gruppenbild Wirtschaftspreis Peißenberg 2020
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Zwei Vorzeigebetriebe in der Marktgemeinde wurden mit dem Peißenberger Wirtschaftspreis 2020 geehrt. Aufgrund der Hygienevorschriften waren nur wenige Gäste geladen.

Peißenberg – Die Marktgemeinde hat eine ganze Reihe leistungsbereiter und fähiger Betriebe, die einer Auszeichnung würdig wären. Zwei von ihnen wurden am vergangenen Freitag mit dem Wirtschaftspreis 2020 geehrt. 

„Dieser Preis macht deutlich, dass sich Anstrengungen, Innovationen und die Bewahrung bayerischer Traditionen lohnen und dass sie anerkannt werden. Führen Sie Ihre Betriebe weiterhin erfolgreich in die Zukunft. Ich gratuliere Ihnen“, sagte Bürgermeister Frank Zellner vor Vertretern der IHK München, Kreishandwerkerschaft und Gemeinde. Die Anerkennung galt den Geschäftsführern und Teammitgliedern der beiden ausgewählten Betriebe – der Holzner Druckbehälter GmbH/blueFLUX Energy AG und dem Traditionsgasthof zur Post. Eigentlich hätte die Veranstaltung auf dem Freigelände der Rigi-Rutsch’n stattfinden sollen, aber das unsichere, regnerische Wetter veranlasste die Gemeinde kurzfristig zur Ortsänderung.

„Wir Peißenberger Bürger sind stolz auf euch und eure Leistungen“, würdigten die beiden Laudatorinnen Wirtschaftsreferentin Patricia Punzet und Ursula Einberger die zu Ehrenden im Wechsel. In seiner Dankesrede zeigte sich Holzner Geschäftsführer Hubert Kohler sichtlich überwältigt von der Auszeichnung. „Wir werden auch weiter Vollgas geben und am Standort bleiben“, sagte er. Hans Spirkl, Inhaber des Gasthauses zur Post, war ähnlich beeindruckt. Er fasste sich kurz. „Ich danke im Namen unseres Teams für die Auszeichnung.“

Holzner Druckbehälter GmbH/blueFLUX Energy AG

Die Firmengeschichte reicht bis in die Bergwerks- und Kohlegeschichte der Marktgemeinde zurück. Der Erfolg des Betriebes begann 1985 mit der Produktion von Druckbehältern für Gase. Der heutige alleinige geschäftsführende Gesellschafter Kohler gestaltet seit 2006 die Geschicke des Unternehmens. Bereits ein Jahr später wird eine neue 700 Quadratmeter große Produktionshalle gebaut, um die konsequente Trennung von Stahl und Edelstahl zu ermöglichen. 2010 wird die Firma in Holzner Druckbehälter GmbH umbenannt. In den Folgejahren wächst das Unternehmen weiter. Eine zusätzliche 700 Quadratmeter große Halle wird in Betrieb genommen, die Montage ausgegliedert und eine weitere Vergrößerung erfolgt. 2020 übernimmt Kohler alle Geschäftsanteile. Der Betrieb beschäftigt mittlerweile 75 Mitarbeiter und der Erfolg bleibt ihm treu.

Das neueste zukunftsweisende Produkt heißt „blueFLUX“. Aus biologischen Reststoffen wird grüner Wasserstoff erzeugt. Ein wichtiges Zwischenprodukt für die Produktion ist Kohle. Und damit schließt sich der Kreis zur Peißenberger Bergbautradition.

Das Gasthaus zur Post

Die Historie des Gasthauses beginnt um das Jahr 1470 als „Tuchsenhauserne Wirtstaferne“. Man ging zum Wirth bis ins Jahr 1863 zur Eröffnung des Neuwirts. Danach gingen die Peißenberger zum Alten Wirth und heute in die Post. Erst 1866 wurde die Postablage zum Bahnhof Nord verlegt. Die Stallungen für die Pferde des Postkutschenverkehrs gab es noch bis 1882. Historisch verbürgt sind auch die vier Hausnummern 85,92,135 und Ludwigsstraße 1 des Gasthofs. Fritz Spirkl begann 1935 mit dem Aufbau der Metzgerei und kaufte 1962 die „Post“. Sein Sohn Hans übernahm mit seiner Ehefrau den Familienbetrieb und baute ihn weiter aus. Wichtig sind den Inhabern die regionale Versorgung, die von kurzen Wegen gekennzeichnet ist.

Von Georg Müller

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