Networking bei den Stadtwerken: Lokale Wirtschaft informiert sich über den Glasfaserausbau

Schneller Datenzugriff ist wichtig

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Interessiert folgten über 40 Weilheimer Unternehmer den Ausführungen André Behres von den Stadtwerken. Beim nächsten „Unternehmer-Frühstück“ im neuen „Medienhaus“ wird der Kreisbote Gastgeber sein.

Weilheim – Wie steht es aktuell um den Ausbau des Glasfasernetzes in Weilheim? Antworten auf Fragen rund um den Breitbandausbau sowie einen Einblick in die Tätigkeitsfelder der Stadtwerke gab es beim dritten „Weilheimer Unternehmerfrühstück“ am vergangenen Donnerstag.

„Das Format kommt an“, stellte Jutta Liebmann, Leiterin des Amtes für Standortförderung, Kultur & Tourismus, in ihrer Begrüßung mit Blick auf die große Besucherzahl fest. Treffpunkt für die Unternehmer waren diesmal die Stadtwerke, wo ihnen nach Vorträgen und Austausch bei Kaffee und Gebäck noch eine Führung durch das Betriebsgelände angeboten wurde.

Nachdem die Ausbauarbeiten im Gewerbegebiet „Am Weidenbach“ soweit erledigt sind, können dort die Dienste „in drei bis vier Monaten draufgeschaltet werden“, kündigte Prokurist André Behre von den Stadtwerken an. Die Versorgung weiterer Gewerbegebiete ist in Planung. Werden in Weilheim Straßen wegen Sanierungsarbeiten aufgerissen, wie aktuell in der Herzog-Christoph-Straße, verlegt die SWE, eine 100-prozentige Tochtergesellschaft der Stadtwerke, dort die Leerrohre und auf Wunsch der Kunden auch die Anschlüsse bis zu ihren Gebäuden.

In Weilheim sind, wie Behre den Unternehmern anhand einer Grafik veranschaulichte, die Lichtenau und Gehöfte rund um Marnbach und Deutenhausen noch unterversorgt. Der Aufholbedarf ist groß. Auch „Huawei“, einer der weltweit führenden Anbieter für Informationstechnologie und Telekommunikationslösungen (ITK), der in seiner neuen Halle am Leprosenweg den Aufbau von Musterproduktionsstraßen plant, erwartet für seine Standorte in Deutschland eine leistungsfähige digitale Infrastruktur, hieß es.

Die Schulen in der Kreisstadt sollen ebenfalls an das Glasfasernetz mit offenem Netzzugang (open access) angeschlossen werden. Der Förderbescheid liegt vor, gab Behre auf Nachfrage bekannt.

Wie mehrfach berichtet, bauen und betreuen die Stadtwerke vor Ort die passiven Netze, während die Dienste, wie IP-Telefonie, Internet und TV, von einem externen Provider bereitgestellt werden. Sven Mautes von dem 2007 im Saarland gegründeten Serviceprovider „Inexio“ erklärte anschließend, dass das Unternehmen als Partner der Stadtwerke sämtliche für die Dienste notwendige Technik liefert. Als er auf die Produkte und ihre Einsatzmöglichkeiten einging, zeigte sich, wie komplex die Materie ist. Fällt von den drei Rechenzentren eines aus, übernehmen die zwei verbleibenden dessen Funktion, verdeutlichte Mautes.

Sobald die ersten Dienste ans Netz gehen wird von den Stadtwerken ein rund um die Uhr besetzter Störungsdienst eingerichtet. „Wir haben vier Glasfaserfachkräfte“, verwies Stadtwerke-Chef Peter Müller auf sein kompetentes Personal. In einem kurzen Streifzug umriss Müller die geschichtliche Entwicklung der Weiheimer Stadtwerke: Von der Gründung der Wasserversorgung im Jahre 1886 über den Verkauf des Gasnetzes 1967 und die Übernahme des Betriebshofes 2008 bis zur Gründung der Tochtergesellschaft SWE vor fünf Jahren. Müller bedauerte: „Von 1967 bis 2013 hatten die Stadtwerke leider nichts mit Energie zu tun.“ 2016 erwirtschafteten die Stadtwerke 14,4 Mio. Euro Erträge, die Bilanzsumme betrug knapp 60 Mio. Euro. 80 Mitarbeiter sind derzeit für die Stadtwerke tätig, erfuhren die Unternehmer.

Von Maria Hofstetter 

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