Großer Andrang am "Tag der offenen Tür" auf dem Gmünder Hof

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Kleine „Astronauten“ und „Aliens“ an der Station Spray-Kunst.

Weilheim – Am vergangenen Samstag gab es im Landkreis beim „Ersten Freiwilligen- Tag“ (wir berichteten) und in der Kreisstadt beim „Tag der offenen Tür“ auf dem Gmünder Hof viel zu sehen und zu erleben.

Der Brücke Oberland e.V. nutzte die Gelegenheit und stellte der Öffentlichkeit den frisch eingeweihten Tennen-Neubau vor, seine Projekte und verband das Ganze mit Hofführungen, Workshops, Vorträgen und Mitmach-Aktionen auf dem gesamten Areal.

Wie hoch das Interesse war, zeigte sich bereits bei der Anfahrt. Die vorausschauend angelegten Parkplätze auf den Wiesen waren dicht gefüllt. Menschentrauben zogen von Aktion zu Aktion. Insgesamt hatte das Team 14 Stationen – von offener Kochstelle, Gebärdensprache, Möbelbau, Tieren, Therapiehunden, Erlebnispädagogik, Graffiti bis hin zu Verköstigungsständen – initiiert. Anlaufstation war der Übersichtsplan. „Wo finde ich denn…?“ fragten die Neuankömmlinge, um sich, meist nach einem geführten Rundgang, zum gewünschten Ziel zu begeben.

In der neuen Tenne waren Gruppenräume, die Hof-Küche, Essstube und Projekträume zu besichtigen. Der Neubau bleibt mit dem alten Gebäude verbunden und bildet einen reizvollen Kontrast: hier modern, da historischer Bauernhof.

Großes Interesse zeigten vor allem die jungen Gäste an der Graffiti-Station. „Es gibt so viele Jugendliche, die sprayen wollen und können. Bei uns haben sie die legale Möglichkeit zum Ausprobieren. Wir werden geradezu überrannt“, beschrieben die beiden Streetworkerinnen Andrea und Ilona die Situation. Gesprüht wurde unter der Anleitung von Profi David, der seine Schützlinge erst einkleidete, bevor er sie an einer Probewand arbeiten ließ. Die gefertigten „Meisterwerke“ auf Sperrholz durften mit nach Hause genommen werden.

Gefragt waren auch die Vorführungen mit den Therapiehunden. „Wir setzen sie oft beim Erstkontakt als ‚Türöffner‘ zu den Besuchern ein. Der Kontakt mit ihnen baut Brücken für gute Gespräche. Auch Spazierengehen ist gut. Die Hunde spiegeln das Verhalten wertfrei wider“, berichtete Bine Maier von den ambulanten Erziehungshilfen. Gern genutzt und gut besucht wurden Lagerfeuer, Grill- und Kuchenbar. Hier wurden Erlebnisse im Gespräch vertieft und der kleine Hunger gestillt. „Wir sind mit der Resonanz auf unsere Einladung sehr zufrieden. Es sind alle Altersgruppen und viele Familien gekommen. Unsere Vorbereitungen haben sich total gelohnt. Der Tag heute macht Lust auf mehr“, freute sich Miriam Folda vom Brücke-Verein.

Von Georg Müller

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