Rund ums Osterlamm

Am 2. April Treffpunkt "Gmünder-Hof": Ostereier suchen, Symbole deuten, miteinander gestalten

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Am Ostermontag sind Weilheimer Familien auf den Gmünder Hof eingeladen. Karin Brüderle, Brücke Oberland; Stadtpfarrer Engelbert Birkle und Prof. Dr. Maria-Anna Bäuml-Roßnagl (v.li.) stellten vergangene Woche das Programm vor.

Weilheim – Bunte Ostereier suchen, Osterlämmer backen, Kraft tanken bei einem Spaziergang in der erwachenden Natur: Das Osterfest ist in Brauchtum und Kunst als Fest des freudigen Neubeginns verankert. „Ostern erleben rund um das Lamm“ ist am Ostermontag, 2. April, von 14.30 bis 17 Uhr, auf dem Gelände des „Gmünder Hofes“ angesagt.

Ein frohes Miteinander soll es werden mit fünf Erlebnisstationen für die Besucher. Die Brücke Oberland hat zusammen mit Prof. Dr. Nanni Bäuml-Roßnagl, Stadtpfarrer Engelbert Birkle – beide haben schon öfter gemeinsam liturgische Projekte durchgeführt – und Pastoralreferentin Andrea Günther-Reitinger ein besonderes Programm erstellt. „Alle können sich einbringen, um das Osterfest sinnmäßig zu verdeutlichen“, beschreibt Ideengeberin Bäuml-Roßnagl ihre Motivation für das Projekt. Der früheren Hochschullehrerin an der LMU München ist es ein Anliegen, „die Ostersymbole im Austausch mit anderen verstehen zu lernen“ und den Gedanken des christlichen Osterfestes ins Blickfeld zu rücken. Damit werde auch dem Willen der Erb-

lasserin, den Hof für christlich-soziale Zwecke zu nutzen, Rechnung getragen. Der „Gmünder Hof“ wird vom Verein Brücke Oberland für Projekte der Jugend- und Familienhilfen genutzt und ausgebaut (wir berichteten).

Nach der Begrüßung durch die Brücke-Vorsitzende Marion Lunz-Schmieder um 14.30 Uhr startet am 2. April ein großes Ostereier suchen. Mit Eiern von den Hühnern, die auf dem Hof gehalten werden, wo es mittlerweile auch drei Schafe gibt.

Stadtpfarrer Birkle bringt Schaffell, Osterkerze und eine mit der Motorsäge ausgeschnittene Holzskulptur mit: Ein Lamm, um dessen Hals sich eine teils vergoldete Sichel windet, womit Birkle „den Übergang von Leben und Tod“ symbolisiert. Im Gespräch mit den Besuchern wird er den Sinn des Osterlammes deuten.

Pastoralreferentin Günther- Reitinger hat sich vorgenommen, mit den Kindern auf einem Tonteller mit natürlichen Materialien deren „persönlichen Auferstehungsgarten“ zu basteln. Beim Formen eines Osterlammes sollen sie dessen Symbol spielerisch „begreifen“ können.

Dem Osterlamm als Motiv in der Kunst widmet sich Bäuml-Roßnagl. Sie zeigt verschiedene Kunstwerke, bietet Osterlamm-Puzzle für Kinder und Erwachsene an und gibt Experimentierfreudigen Gelegenheit, ein Osterlamm-Bild von Franz Marc individuell nachzugestalten. Karin Brüderle vom Brücke-Verein hat kreative Ideen, mit Schafwolle, Farben und einem Grußtext hübsche Glückwunschkarten mit Lamm-Motiv zu fertigen.

Neben den Aktivitäten informieren die Veranstalter über die soziale Arbeit der Brücke und wie man sich auf dem Hof und in der sozialen Begleitung der Jugendlichen ehrenamtlich einbringen kann. Sollte das Osterevent witterungsbedingt nicht auf der grünen Wiese stattfinden können, wird in den Stadel ausgewichen.

Der Eintritt ist frei. Erlöse kommen sozialen Aktionen auf dem Hof zugute. Erreichbar ist der „Gmünder Hof“ über die B 2 Richtung Murnau rechts südlich vom Kreisverkehr.

Maria Hofstetter

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