Aus EU-Förderprogramm Leader fließen 250 000 Euro in das Sozialprojekt "Gmünder Hoffnung"

Starthilfe für junge Menschen

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Antrittsbesuch in Weilheim: Flankiert von Landrätin Andrea Jochner-Weiß und MdL Harald Kühn besichtigte Landwirtschaftsministerin Michaela Kaniber (mi.) zum Start des Projektes die alte Hofstelle.

Weilheim – Zur Übergabe der höchsten Fördersumme, die seit dem Bestehen der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) Auerbergland-Pfaffenwinkel für ein Einzelprojekt bewilligt wurde, kam die neue bayerische Landwirtschaftsministerin persönlich nach Weilheim. „Dieses Geld ist gut angelegt“, zeigte sich Michaela Kaniber bei einer Führung über den „Gmünder Hof“ beeindruckt.

Die Brücke Oberland, Betreiber und Antragsteller des Leader-Projektes „Gmünder Hoffnung“, will auf dem ehemaligen landwirtschaftlichen Hof anstelle der baufälligen Tenne ein „soziales Leuchtturmprojekt“ mit Werkstätten und Multifunktionsräumen errichten und hat dafür ein aufwändiges Konzept erarbeitet. Vergangenen Donnerstag überreichte die Ministerin den Leader-Förderbescheid im Beisein zahlreicher Gäste an den Brücke-Verein.

„Das Erfahrung sammeln und Durchhalten in gemeinsamer Arbeit ist wichtig“, führte Brücke-Vorsitzende Marion Lunz-Schmieder den Gästen vor Augen. Jugendliche würden hier bei der praktischen Arbeit im Team oft erstmals die Konsequenzen ihres Handelns erleben.

Der mobile Hühnerstall und die Streuobstanlage auf dem „Gmünder Hof“ sollen erweitert und das Außengelände für Kinder gestaltet werden, hatte zuvor Michael Kirchbichler, der sie Soziale Landwirtschaft leitet, bei der Hofbesichtigung erklärt.

Die Pläne für die alte Hofstelle, welche die vor neun Jahren verstorbene Elisabeth Gmünder der katholischen Kirchenstiftung von „Mariae Himmelfahrt“ in Weilheim für soziale Zwecke vererbt hat, sind noch viel umfassender. Dafür braucht es allerdings weitere Sponsorengelder. Für die jungen Leute, so das Ziel des Brücke-Vereins, soll die aktive Zeit auf dem Hof ein Sprungbrett in ein selbstbestimmtes Leben sein. Damit sie als ausgebildete Fachkräfte in den regionalen Arbeitsmarkt integriert werden können. Oder wie es Stadtpfarrer Engelbert Birkle bei seiner Rede im Stadel ausdrückte: „Die jungen Leute werden hier aufgerichtet, um ihren Platz im Leben zu finden.“

Die Brücke hat den „Gmünder Hof“ von der Kirche in Erbpacht übernommen und wird von einem großen Netz an Kooperationspartnern unterstützt. Laut LAG-Vorsitzendem Albert Hadersbeck, Bürgermeister in Altenstadt, hat die Brücke mit ihrem Antrag mehrere Voraussetzungen erfüllt, die den EU-Leader-Fördergrundlagen entsprechen. Der Lenkungsausschuss habe deshalb dem Projekt „ohne zu zögern zugestimmt“. Für die Umsetzung wünschte er den Initiatoren viel Mut, Kreativität und Beharrlichkeit.

„Unter einem guten Stern“ sieht den „Gmünder Hof“ auch Landrätin Andrea Jochner-Weiß: „Er ist eine Bereicherung für den Landkreis und wirkt weit darüber hinaus.“

Der Abriss und Neubau der Tenne ist für Juni geplant. Der erste Bauabschnitt wird vom Freistaat Bayern aus dem EU-Förderprogramm Leader gefördert und von weiteren Geldgebern, wie dem Nachlass Elisabeth Gmünder, der Bayerischen Landesstiftung und der Böhm-Stiftung Weilheim, unterstützt.

Die Verantwortung für die Umsetzung des EU-Förderprogrammes Leader in Bayern liegt im Ressort von Staatsministerin Michaela Kaniber. Aufgabe der LAG Auerbergland-Pfaffenwinkel ist es, Projekte durchzuführen und zu fördern, die die Lebensqualität und Wertschöpfung in der Region steigern

Von Maria Hofstetter

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