Gold für Hans-Jürgen Frühauf – Eberfing würdigt einen herausragenden Leichtathleten mit der Ehrenmedaille

Mit der Goldenen Ehrenmedaille ehrte Georg Leis (re.) Hans-Jürgen Frühauf für seine sportlichen Leistungen. Foto: Müller

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GEORG MÜLLER; Eberfing – Goldmedaillen sind für den pensionierten Richter am Bundespatentgericht in München nichts Neues. Insgesamt errang der sportliche 66-jährige seit dem Jahr 2000 über 71 nationale und internationale Meistertitel (vom Bayerischen Meister bis zum Weltmeister). Seine Spezialdisziplinen sind die Sprintstrecken von 60 bis 400 Metern (mit und ohne Hürden). Jetzt erhielt Frühauf eine weitere ganz besondere Auszeichnung. Bürgermeister Georg Leis überreichte ihm die Goldene Ehrenmedaille der Gemeinde im Gasthaus „Waldherr/Heinzel“ im Rahmen der Bürgerversammlung. Es ist die bislang sechste Ehrenmedaille seit Erlass der gemeindlichen Ehrenordnung im Januar 2011 und zugleich die erste für einen Sportler. „Der Beschluss fiel einstimmig. Wer solche Leistungen bringt, hat sie mehr als verdient“, betonte er und gratulierte herzlich. Den jährlichen Rechenschaftsbericht gestaltete Leis aufgrund der großen Zahlenmenge als Präsentation. Insgesamt habe sich das laufende Jahr für den Gemeinderat mit 17 Sitzungen und 226 Tagesordnungspunkten als sehr arbeitsintensiv entwickelt. „Wir waren gut beschäftigt“, teilte Leis mit. Schwerpunkte des Berichts waren der Straßenbau (WM 11) bei dem die Gemeinde beim Ausbau die letzte Teilstrecke in Obereberfing mit einem Fußweg versehen konnte, die Schaffung der gemeindeeigenen Kinderkrippe sowie die Versorgung des Ortes mit einem schnellen Breitbandnetz der Telekom. Das Projekt „Krippe“ wurde elegant und effizient gelöst. Der bereits bestehende Kindergarten mit zwei Gruppen erhielt einen Anbau für die Krippenkinder sowie einen zusätzlichen Bewegungsraum. Die Kosten von rund 400.000 Euro teilen sich die Gemeinde und der Freistaat, der 283.000 Euro Fördermittel zuschießt. Dass die Gebühren anteilig steigen müssen, sieht Leis nicht als Abschreckung, sondern als Anreiz für späteres soziales Engagement und leichtere Integration beim Hineinwachsen in die Gemeinde. Der Vertrag mit der Deutschen Telekom über die Internet-Breitbandversorgung konnte im Juli unterschrieben werden. Nach Fertigstellung sollen bei etwa 73 Prozent aller Hausanschlüsse bis zu 50 Mbit/s ankommen. Die Bereitstellung ist für Spätsommer 2012 zugesagt. Beim Hochwasserschutz für die Gemeinde bemängelte Leis, die aus Gemeindesicht zögerlichen verlaufenden Planungsarbeiten der Kreisstadt. Am Abbau der Verschuldung für die 1345 Einwohner zählende Kommune (1.105.568 Euro zum 1.11.2011) wird mit Nachdruck gearbeitet. Sie beträgt derzeit 822 Euro pro Kopf. Einen starken Schub erhofft sich die Gemeinde durch den Verkauf von Grundstücken, für die etwa 1,4 Mio. Euro erwartet werden. Sorgen bereitet der Rückgang der Geburten. Waren es 2010 noch 13 Kinder, wurden im laufenden Jahr gerade einmal 4 Geburten verzeichnet. (Die magische Zahl 13 ist wichtig für den Erhalt der Grundschule.) Leis schloss seinen Bericht mit einem Dank an alle engagierten Gemeindebürger.

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