Dem Ehepaar Propach zur Goldenen Hochzeit gratuliert

Seit 47 Jahren in Weilheim

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Zum 50. Ehejubiläum bekamen Monika Propach-Voeste und Dr. Giselher Propach (mi.) Besuch von Bürgermeister Markus Loth und Seniorenreferentin Brigitte Holeczek.

Weilheim – Bitterkalt war‘s und die Osterseen zugefroren, als sich Monika (82) und Giselher (80) Propach 1969 in der Iffeldorfer Kirche das Jawort gaben. Als das Paar am Donnerstag mit Vertretern der Stadt auf seine Goldene Hochzeit anstieß, war es zum Scherzen aufgelegt.

„Du hast mit mir einen Missgriff getan“, wandte sich der Jubilar an die verdutzt blickende Ehefrau, „denn eigentlich wolltest du ja einen bärtigen Förster haben.“ Aber es sollte anders kommen: Wie ihr späterer Ehemann auch in Brandenburg geboren war Monika Propach 1960 mit ihrer Familie über Berlin in den Westen geflohen und in Hamburg als Gymnasiallehrerin beschäftigt. Seit ihr in Kindertagen Johanna Spyris Buch „Heidi“ in die Hände gefallen war, hatte sich bei ihr der Wunsch nach den Bergen gefestigt, erzählte sie. Ihr Weg führte schließlich ans Goethe-Institut nach Murnau, wo Monika ihren Ehemann kennenlernte.

Giselher Propachs Mutter hatte 1945 mit ihren vier Kindern bei Verwandten in Landsberg Zuflucht gesucht. Dort verbrachte der Jubilar, der später als Uni-Professor tätig war, seine Schulzeit und studierte anschließend in München Geologie.

1972 zogen die Propachs nach Weilheim. „Hier haben wir alles gefunden, was wir brauchten und die Bahnverbindungen waren günstig.“ In Weilheim wuchsen ihre zwei Söhne auf, die Jubilare sind heute dreifache Großeltern.

Die intakte Natur ist dem Ehepaar wichtig. Monika Propach engagierte sich politisch bei den Grünen, setzte sich als Stadträtin – mitunter sehr hartnäckig – für den Schutz und Erhalt von Bäumen ein und brachte die Agendaarbeit in Weilheim mit auf den Weg. Giselher Propach hatte von 1978 bis 2004 den Vorsitz der Bund Naturschutz-Kreisgruppe inne. In Weilheim ist das Ehepaar, das sich mit Ideen und kritischem Geist in die Gemeinschaft einbringt, oft radelnd anzutreffen. So hat die Jubilarin mit ihrer Familie viele Radreisen und Bergwanderungen unternommen, ihr Mann war passionierter Schlauchbootfahrer. Gern erinnern sich die Propachs an die Zeit in Kanada, die die Familie 1976 berufsbedingt dort verbrachte. In Kanada hatte Monika zu zeichnen begonnen, eine Akademie besucht und erstmals Bilder ausgestellt.

Viel Persönliches über sich möchten die Jubilare nicht in der Zeitung lesen. „Wir sind vom Wesen her sehr verschieden, das gibt Dynamik und man kann viel vom Anderen lernen“, verriet Monika Propach dennoch, woraufhin ihr Ehemann ergänzte: „Es gibt Übereinstimmung in manchen Dingen: „Wir sind beide geflohen, haben studiert und lieben das Wasser...“ und darauf wieder Monika Propach: „... wir lesen gerne, gehen ins Theater – und wir reden viel miteinander.“ 

Von Maria Hofstetter 

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