Wiltrud und Dr. Ulf Knabe feiern ihre Goldene Hochzeit im Familienkreis

Ein harmonisches Paar

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In einer Tübinger „Besenwirtschaft“ ist Dr. Ulf Knabe seine spätere Frau erstmals als „äußerst patente Person“ aufgefallen. Zur „Goldenen“ gratulierten ihnen Bürgermeister Markus Loth und Brigitte Holeczek, Seniorenreferentin im Stadtrat.

Weilheim – „Ich mag meinen Mann noch genauso gern.“ 50 Ehejahre verbinden Wiltrud (75) und Dr. Ulf Knabe (79), der sich dankbar zeigt, „dass alles so gekommen ist“.

Ihre Goldene Hochzeit nahmen die gebürtige Königsbergerin und ihr in Weimar geborener Ehemann zum Anlass, auf die lange gemeinsame Zeit zurückzublicken. Nachdem der Medizinstudent mit der Medizinisch-technischen Assistentin in Tübingen das erste Mal übers Tanzparkett geschwebt war, ging alles schnell: Zwei Monate später verlobte sich das Paar – „heimlich, keiner hat‘s gewusst“ – ein knappes Jahr nach dem Faschingsball wurden in Tübingen die standesamtliche und im niedersächsischen Nordhorn die kirchliche Hochzeit gefeiert.

Seine erste Stelle trat Ulf Knabe als Medizinalassistent in Münsingen an der Schwäbischen Alb an. „Wahnsinnig anstrengend“ hat Wiltrud ihre erste Bergtour, mit Rucksack bepackt, in Erinnerung. Nach Stationen in Fulda, Lübeck (dem Geburtsort ihrer zwei Söhne) und Winterthur war Knabe von 1984 bis 2002 Chefarzt für Chirurgie im einstigen Peißenberger Krankenhaus. Für „Ärzte ohne Grenzen“ nahm er bis 2009 an Hilfseinsätzen in Kamerun, im Kongo und auf Haiti teil.

1985 bezog Familie Knabe ihr Eigenheim in Weilheim, wo Wiltrud ihre Kinder betreute und verschiedene Ehrenämter übernahm. Sie engagierte sich für die Russlanddeutschen und coachte – wie ihr Mann auch – Schüler in Deutsch. Von 2008 bis 2014 gehörte Ulf Knabe als Ratsältester dem Weilheimer Stadtrat an und war Sozialreferent. Ob Seniorenkompass oder Bewegungsparcours – Ulf Knabe war verlässlich zur Stelle, wenn es in Weilheim Ideen für die ältere Generation umzusetzen gab.

In Wiltrud und Ulf Knabes Aufzeichnungen können die drei Enkel nachlesen, welche Odyssee ihre Großmutter in früher Kindheit auf der Flucht aus Königsberg erlebt hat. Großvater Ulf, in Saalfeld in Thüringen aufgewachsen, verlor mit drei Jahren seine Mutter.

Von Maria Hofstetter 

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