Antworten auf Veränderungen der Zeit finden

Gordian Hermann führt Rotarier

Dr. Gordian Hermann (links) und Stefan Zirngibl
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Dr. Gordian Hermann (links) folgt Stefan Zirngibl als neuer Präsident des Rotary Clubs Weilheim.

Weilheim – Der Rotary Club Weilheim hat einen neuen Präsidenten: Nach einem Jahr übergab Stefan Zirngibl die traditionellen Insignien – Staffelstab und Urkunde – turnusgemäß an Dr. Gordian Hermann. Der Weilheimer Zahnarzt bringt Erfahrung in diesem Amt mit, er führte den Club bereits 2004/2005. Nachdem die Feier im vergangenen Jahr wegen Corona vor allem virtuell stattfinden musste, war dieses Mal wieder ein großer Teil der gut 60 Weilheimer RotarierInnen live dabei.

Um die Folgen der Pandemie ging es auch in den Abschiedsworten von Zirngibl: „Irgendwann kommt man zu der Erkenntnis, dass es vor allem darum geht, den Club zusammenzuhalten.“ Denn das vergangene Jahr sei schwierig und von Absagen geplanter Aktivitäten geprägt gewesen. Bei den wöchentlichen virtuellen Treffen konnten Freundschaften nicht in dem Maße wie vor Corona gepflegt werden; dennoch sei es gelungen, diesen so wichtigen rotarischen Wert zu erhalten.

Der scheidende Präsident dankte den Vorstandsmitgliedern für die Unterstützung und ehrte zwei rotarische Freunde für ihr herausragendes Engagement: Dr. Christian Lübbers, der die traditionelle Berufsberatung am Gymnasium Weilheim im vergangenen Herbst vollständig als Online-Veranstaltung organisiert hatte, sowie Burkhard Hartmann für die Betreuung der digitalen Infrastruktur der Clubtreffen. Beide erhielten jeweils einen sogenannten Paul Harris Fellow. Diese Auszeichnung geht an Rotarier, die sich im Clubleben besonders verdient gemacht und den rotarischen Wahlspruch „Selbstloses Dienen“ in der Praxis vorgelebt haben.

Dr. Christian Lübbers (links) und Burkhard Hartmann (rechts) erhielten von Stefan Zirngibl eine Paul Harris Fellow. Es war die letzte Amtshandlung des scheidenden Präsidenten.

„Rotary und damit unser Club muss sich im nächsten Jahrzehnt in vielen Bereichen ändern, oder besser gesagt, an die veränderten gesellschaftlichen Rahmenbedingungen anpassen“, sagte Dr. Gordian Hermann. Die Attraktivität für junge aktive und engagierte Menschen nehme ab, das Herausstellungsmerkmal als weltumfassende sozial und gesellschaftlich engagierte Organisation gerate gegenüber anderen Vereinigungen dabei in den Hintergrund.

Dennoch zeigte sich der neue Präsident optimistisch, dass Rotary eine Zukunft hat. „Aber nur, wenn man aktiv Antworten auf die Veränderungen unserer Zeit sucht und diese auch findet.“ Sich verändern heiße nicht, alles was war abzuschaffen. Vielmehr müsse man zusammen den bereits seit einigen Jahren eingeschlagenen Weg konsequent weitergehen.

Dabei möchte Dr. Hermann nicht „Veränderungen um der Veränderung willen“ durchsetzen, wie schon sein Vorgänger betont hatte. Es gehe ihm darum, auch für den Club schwierige Themen offen zu diskutieren und daraus ein Konzept zu entwickeln, das möglichst viele alte und neue Freundinnen und Freunde mittragen können. In diesem Zusammenhang zitierte Dr. Hermann das Motto des neuen rotarischen Weltpräsidenten Shekhar Mehta: „„Engagieren – Leben verändern!“

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Von Kreisbote

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