Gregor Meyle & Band zu Gast im Arkadenhof am 14. Juli in Benediktbeuern

Musikalische Leichtigkeit

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Gregor Meyle

Benediktbeuern – Sein Konzert in Benediktbeuern im vergangenen Jahr ist Gregor Meyle in Erinnerung geblieben. Zum einen dank der malerischen Kulisse im Arkadenhof des Klosters. Der Sänger lächelt: „Mittagspause im Rosengarten. Das fühlte sich an wie ein Tag Urlaub“.

„Ganz nah dran“

Der Singer-Songwriter Meyle, der aktuell mit seiner zweiten Fernsehstaffel „Meylensteine“ musikalisch auf Reise geht, erinnert sich aber auch an die traurige Seite jenes Konzertabends. Es ist der 22. Juli 2016. In München, nur rund 60 Kilometer vom idyllischen Klosterhof entfernt, sterben Menschen bei einem Amoklauf. Das Entsetzen ist groß. Gregor Meyle und seine Band beschließen dennoch aufzutreten. „Wir haben eine Verantwortung gegenüber unserem Publikum“, erklärt sich Meyle noch am selben Abend. Für die Musiker sollte es noch krasser kommen, als sie zwei Tage später nach Ansbach aufbrechen. Ansbach? Richtig. Nur 300 Meter von der Open Air Bühne entfernt, sprengt sich ein Attentäter in die Luft. Gregor Meyle und seine Band bleiben unverletzt, das Konzert wird abgebrochen. Der Schock sitzt tief, bis heute. „Da waren wir ganz nah dran“, sagt der Musiker und stockt. „Das war wirklich ein heftiges Wochenende.“

„Unsere Zeit ist kostbar“

Wenn Gregor Meyle daher Dinge sagt wie – „Das Leben ist kostbar, verschwenden wir nicht allzu viel Zeit.“ oder „Ich bin dankbar, in einem friedlichen Land zu leben.“ – dann klingt das eben nicht abgedroschen. Nicht politisch oder sonst wie korrekt. Es klingt echt. Gregor Meyle meint, was er sagt. Und dafür schätzen ihn seine Fans: Für seine Hingabe zur Musik, seine Bodenhaftung und sein Einfühlungsvermögen, für die Poesie, die er auf die Bühnen zaubert. Mit seinem neuen Album „Die Leichtigkeit des Seins“ wird er ab Sommer auf großer Tournee sein. Am 14. Juli auch im Klosterhof von Benediktbeuern.

„Wir geben alles für Euch“

Und ja, er freue sich darauf. „Ich bin mit einer unfassbaren Band unterwegs, ausgewählten Musiker-Freunden, in großer Champions-League-Besetzung“, schwärmt Meyle und blickt nach vorne. Er verspricht ein wunderbares, zwei Stunden Live-Erlebnis mit neuen Geschichten und gewohnter Intimität. 100 Prozent Meyle eben. „Unser Job ist es, den Menschen einen schönen Abend zu bereiten“, sagt der gebürtige Schwabe. „Wir lieben es, für unser Publikum zu spielen und auf der Bühne zu stehen. Wir werden alles geben.“

Das Gefühl, angekommen zu sein

Es ist eine hart erkämpfte „Leichtigkeit“, die Meyle momentan erlebt und besingt. Denn der mittlerweile 38-jährige Musikstar kennt auch die Ochsentour.

Jahrelang war Meyle als Tontechniker für andere unterwegs und hat hinter die Kulissen des Musikbusiness geblickt. Er hat gespielt, gespielt und wieder gespielt, auf kleinen Bühnen und vor wenigen Leuten, immer die eigene Musik. Das sei die Lehrzeit gewesen, sagt er heute. „Und nur wenn‘s gut war, bleibt es hängen.“ Natürlich sei ihm bewusst, dass neben Fleiß und Talent auch Glück dazugehöre. „Aber Glück, das es beim Schopfe zu packen galt.“ Das hat Meyle getan. In seinen neuen Songs erzählt er daher auch vom Gefühl, angekommen zu sein. Davon, die Balance im Leben und die Gelassenheit, sich selbst nicht allzu ernst zu nehmen, gefunden zu haben. Er singt von einer Beschwingtheit und Leichtigkeit, die ansteckend ist und es sein soll. Denn das Wichtigste ist ihm, diese Freude auch mit seinem Publikum zu teilen.

Wer Karten für den Benediktbeurer Konzertsommer und das Konzert von Gregor Meyle & Band (14. Juli) möchte, bekommt diese beim Kreisboten in Weilheim am Marienplatz in der Sparkasse oder unter Tel. 0881/686-11 und

-12.

Von Angelika Hirschberg

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