Grehl (Grüne) fordert Landrat Zeller (SPD) heraus

"Führen keinen Kuschelwahlkampf"

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Mit Vollgas zu grünen Zielen. Die Kandidatenliste für den neuen Kreistag (Mitte) steht fest. In der Mitte Landratskandidat Karl-Heinz Grehl.

Weilheim – Zuversichtlich geht der Kreisverband Bündnis 90/Die Grünen in die Kommunalwahl 2014. „Wir haben nichts verkehrt gemacht und auch bei den Bundestagswahlen entgegen dem Trend besser abgeschnitten“, motivierte Karl- Heinz Grehl die Mitglieder des Kreisverbandes zu Beginn der Aufstellungsversammlung im Café VerWeilheim.

Der 52-jährige verheiratete Kreisrat hatte sich erneut für eine Landratskandidatur beworben, wurde im ersten Wahlgang mit 25 von 27 Stimmen auf Listenplatz 1 gewählt und fordert Dr. Friedrich Zeller heraus. 

 Grehl beschrieb die aktuelle Kreistagsperiode als „demokratisch“. Einige Anträge der Grünen, wie die Erweiterung des Landschaftsschutzgebiets bei Pähl, seien umgesetzt worden. Im Falle seiner Wahl zum Landrat will sich Grehl mit aller Kraft für grüne Grundthemen, wie Energiewende, Natur- und Landschaftsschutz, Jugendhilfe und Biolandwirtschaft, einsetzen. Schulen sollen im Rahmen des Möglichen modernisiert und die verbliebenen Krankenhäuser zur Kooperation angehalten werden. Im Umgang mit dem Bürger versprach Grehl „maximale Transparenz und Bürgernähe“. Einen „Kuschelwahlkampf“ gegen Amtsinhaber Zeller (SPD) werde es nicht geben, kündigte Grehl an. 

 Mit original grünen Themen treten auch die nominierten Kandidaten 2 bis 10 auf der Kreistagsliste an. Stadt- und Kreisrat Alfred Honisch (Listenplatz 4) will sich im Falle seiner Wiederwahl noch stärker für die Integration der Asylbewerber einsetzen. Unter anderem sollen die Residenzpflicht wie auch das Verbot der Arbeitsaufnahme aufgeweicht oder aufgehoben werden. Nichts sei frustrierender, als während des lange laufenden Asylverfahrens nur herumzusitzen und die Zeit totzuschlagen, stellte Honisch fest. Weitere Schwerpunktziele der zehn Erstplatzierten liegen in den Bereichen Verkehrspolitik, etwa Ertüchtigung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV), Umweltschutz und gesunde Natur. Um keine Stimmen zu verschenken und auf Nummer sicher zu gehen, einigten sich die Versammelten bei den ersten zehn Plätzen auf Mehrfachnennungen. Marcus Reichenberg tritt „aus persönlichen Gründen“ überraschend ins zweite Glied zurück. 

Finanziell ist der Kreisverband für die Kommunalwahl gut aufgestellt wie nie zuvor. Aufgrund strikter Sparpolitik des Kassiers sind dafür 20 000 Euro verfügbar.


Georg Müller

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