Wahl mit Überraschung

Grehl unterliegt Taffertshofer bei Wahl zum stellvertretenden Landrat

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Karl-Heinz Grehl musste sein Amt als Stellvertretender Landrat abgeben. 

Landkreis - Der neue Kreistag hat seine erste Sitzung hinter sich gebracht. Corona-bedingt in der Stadthalle und mit deutlich mehr Abstand zwischen den Sitzplätzen als sonst. Der Rest der Sitzung verlief geregelt und recht unaufgeregt ab. Nur die Wahl des Stellvertreters der Landrätin sorgte für eine Überraschung.

Karl-Heinz Grehl (Die Grünen) war sechs Jahre lang an der Seite von Andrea Jochner-Weiß (CSU) der stellvertretende Landrat. In der Kommunalwahl im März wollte er sogar den Chefsessel übernehmen. Das hat zwar nicht geklappt. Aber als Stellvertreter hätte er gerne weitergemacht, wie er selbst bei der konstituierenden Sitzung erklärte. "Ich habe das Amt immer angemessen und würdig vertreten." Zudem sei davon auszugehen, dass die Bürger sich eine ökologische Politik wünschen würden. Als Beweis brachte er an, dass seine Partei immerhin die zweitstärkste Kraft im Kreistag sei.

Ebenfalls für den Stellvertreter-Posten vorgeschlagen wurde Wolfgang Taffertshofer (BfL). Er ist seit 1996 permanentes Mitglied im Kreistag und bewarb sich selbst schon einmal für das Amt des Landrats.

Das Ergebnis der Wahl war nicht ganz unspektakulär: Taffertshofer gewann mit 37 zu 23 Stimmen. Grehl zeigte sich als guter Verlierer, gratulierte seinem Herausforderer mit dem Ellenbogen und lachte: "Mach's besser wie ich!"

Für die Wahl zum zweiten Stellvertreter ließ sich Grehl nicht mehr aufstellen. Er schlug stattdessen Manuela Vanni (Unabhängige) vor. Sie unterlag Michael Marksteiner (Freie Wähler) aber mit 22 zu 34 Stimmen. 

Von Stephanie Novy

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