Grenzen und neue Freiheiten – Für 346 FOS/BOS-Absolventen beginnt mit Zeugnisübergabe neuer Lebensabschnitt

Die Jahrgangsbesten der FOS/BOS mit der Elternbeiratsvorsitzenden Gabriele Watzele (li.) und Schulleiter Peter Ziller (3. v. re.) V.li.: Stefan Englberger (Notendurchschnitt 1,09), Doris Zimmer (1,7), Dorothea Liebhart (1,61), Elisabeth Mayr (1,7), Anja Bader (1,7), Stefan Schwaiger (1,66), Nicole Menzel (1,6), Julia Büttler (1,58), Veronika Bischel (1,46). Nicht auf dem Foto Nicole Schenk (1,3). Foto: Müller

Seit der kürzlich bestandenen Reifeprüfung gilt für die Absolventen der Staatlichen Fachoberschule und Berufsoberschule (FOS/BOS) das strenge schulische Reglement nicht mehr. „Probieren Sie ihre neue Freiheit aus, das Oberland, die Welt wartet auf Sie“, riet Landrat Dr. Friedrich Zeller den ehemaligen Schülern.

In der bis auf den letzten Stehplatz gefüllten Stadthalle drängten sich am vergangenen Mittwoch in gelöster Stimmung festlich gekleidete Eltern, Lehrer und Ehrengäste. Sie alle bildeten den würdigen Rahmen der Abschlussfeier für die diesjährigen Absolventen. Dabei gab es vor der Zeugnisübergabe viele gute Ratschläge, Zitate und Ermahnungen von offizieller Seite. Schulleiter Peter Ziller hinterfragte in seiner nachdenklich gehaltenen Rede schulische Zwänge, Grenzen und Sanktionen bei deren Nichteinhaltung. „Davon sind Sie jetzt frei, doch neue werden kommen. Menschen und Gesellschaften brauchen notwendig Grenzen und Hierarchien, die Leitlinien vorgeben. Sie können jedoch Herausforderung und Anreiz sein. Auf den Punkt gebracht: Sehen Sie auch die positiven Wirkungen. Ich gratuliere Ihnen und wünsche Ihnen das Beste für Ihre Zukunft“, so Ziller. Grenzen und Ermunterungen bildeten ebenfalls den Kern der Grußrede von Landrat Friedrich Zeller. „Suchen Sie Ihre Grenzen. Das kann im Rahmen einer neuen Lehre sein, bei einem Studium oder Auslandsaufenthalt. Sie gehören zu den glücklichen Jahrgängen. Das Oberland, die Welt wartet auf gut ausgebildete Fach- und spätere Führungskräfte“, sagte er. Zeller nutzte die Gelegenheit, die Generalsanierung der Berufsschule Weilheim oder einen eventuellen Neubau an anderer Stelle anzukündigen. „Geld haben wir keins, tun es aber trotzdem“, teilte er mit. Mit einer Prise Humor und dem Goethezitat: „Was immer du willst, fang an damit“, spickte die Vorsitzende des Elternbeirats Dr. Gabriele Watzele ihre Ansprache. Schülersprecher Manuel Teltschik fasste sich kurz. „Wir haben es nach zwei, drei oder vier Jahren geschafft und es war eine meist amüsante, bildende Zeit. Es gab gute und schlechte Zeiten. Es hat sich aber gelohnt, wir haben fliegen gelernt“, sagte Teltschik und bat um einen kräftigen Applaus für Eltern und Lehrer. Bereits einen musikalischen Vorgeschmack auf den abendlichen Abschlussball gab Florian Elsner mit einer Eigenkomposition am Klavier und auch an der Gitarre.

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