Griechische Berufsschullehrer zu Gast in der Weilheimer Berufsschule

Ähnlichkeiten und Unterschiede

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In der Lehrwerkstatt der Schreiner griffen die griechischen Berufsschullehrer auch selbst zum Hobel. Initiator Robert Stolzenberg (Mitte) verfolgte den Versuch schmunzelnd.

Weilheim – Die Berufsschule in der Kerschensteiner Straße genießt im Handwerk über das Oberland hinaus einen guten Ruf. Sie bildet nicht nur den Nachwuchs in der Region aus, sondern hat auch Schüler mit „europäischen Wurzeln“.

Mit der Teilnahme am EU-geförderten Projekt „Immigration verstehen – Eingliederung unterstützen“ möchte die Schule der Internationalisierung besser gerecht werden. Die Beziehungen zu den drei Partnerschulen in Sanok (Polen), Salesianos (Spanien) und Kavala (Griechenland) sollen vertieft werden.

In der ersten Phase der künftigen Partnerschaft stehen gegenseitige Besuche von Lehrkräften auf dem Programm. Dabei werden innerhalb einer Woche lokale Unterrichtsstile, Voraussetzungen, Besonderheiten und kulturelle Unterschiede herausgearbeitet, um Lehrstoff und Unterrichtsthemen inhaltlich einander anzunähern.

Nach einem Besuch der Weilheimer an der Berufsschule „ZS2“ in Sanok im vergangenen Jahr waren in dieser Woche sechs Lehrkräfte aus der griechischen Partnerschule in Kavala zu Gast in der Kerschensteiner Straße. Überraschend für beide Seiten waren die teils verblüffenden Ähnlichkeiten in den Bildungssystemen. Aber es gibt auch gravierende Unterschiede, zum Beispiel in der technischen und maschinellen Ausstattung der Schulen und Lehrwerkstätten.

Großes Interesse zeigten die Gäste an der dualen Ausbildung mit der bewährten Verbindung zwischen Lehrbetrieb und Berufsschule, sie wird in Griechenland derzeit testweise eingeführt. „In Griechenland ist es genau umgekehrt. In der Berufsschule wird versucht, den Schülern eine Lehrstelle zu vermitteln. Darüber hinaus wurde festgestellt, dass die Ausbildung in Deutschland sehr viel intensiver durchgeführt wird“, berichtete Robert Stolzenberg, der die Idee zur Partnerschaft hatte und umsetzte.

Nach den gegenseitigen Besuchen der Lehrkräfte soll die Partnerschaft zu einem späteren Zeitpunkt über einen Schüleraustausch weiter mit Leben erfüllt werden.

Von Georg Müller

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