Großeinsatz am Weilheimer Bahnhof – Rettungskräfte übten Ernstfall mit 20 "verletzten" Personen und zwei "Toten"

Die Feuerwehrmänner trugen die "Verletzten" aus dem Zug. Fotos (9): Jazbec

Um 18.23 Uhr ging am Freitag über die Leitstelle der Alarm bei der Feuerwehr ein, dass ein Zug in eine Baustelle hineingefahren war und der Arm eines Baggers die rechte Seite des Zuges aufgeschlitzt hatte. Es gibt verletzte Personen und auch Tote.

Ein Horrorszenario, wie es im Buche steht. Für die Zuschauer am Weilheimer Bahnhof sah dieser Großeinsatz echt aus, für die Feuerwehr, das BRK, das Kriseninterventionsteam (KIT) und den Verein der Notärzte Weilheim sowie die Notfallseelsorger war es „nur“ eine Übung. Eine Übung für den Ernstfall. Die Feuerwehrmänner/frauen mussten zuerst den Einsatz ordnen. „Der Unfallort wurde in fünf Abschnitte eingeteilt“, erklärte Markus Deutschenbaur, stellvertretender Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Weilheim. Zuerst mussten die Männer und Frauen den 20 „verletzten“ Passagieren im Zug helfen. Zwei Männer, ebenfalls verletzt, mussten aus den verunglückten Autos herausgeschnitten und zwei „Tote“ an die Kripo übergeben werden. Da die Feuerwehr meist zuerst am Einsatzort ist, leistet sie Erste Hilfe. Das BRK und das KIT sorgten sich an einer Sammelstelle um die Verletzten. Einer der Mitarbeiter des KIT versteckte sich sogar im Gebüsch und schrie ganz laut nach seinem Freund, der im Auto eingeklemmt war. Da er unter Schock stand, beruhigten ihn zwei Feuerwehrmänner und der Notfallseelsorger. Um 20.15 Uhr war die Übung beendet und der stellvertretende Kommandant war mit der Übung sehr zufrieden: „Wichtig ist die enge Zusammenarbeit aller Beteiligten, sie müssen viel Erfahrung mitbringen“. Immerhin sorgten 180 Beteiligte für den Erfolg des Großeinsatzes.

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