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Grüne Ziele umsetzen

Nach der CSU (MdB Alexander Dobrindt) und SPD (Angelica Dullinger) haben auch die Grünen ihren Kandidaten für die Bundestagswahl am 27. September gekürt. Der Unternehmer Marcus Reichenberg wird seinen Wahlkampf auf den Umwelt- und Klimaschutz ausrichten.

Weniger auf Plakate sondern auf eine intensive Auseinandersetzung mit den beiden genannten Themen setzt der 33-jährige Kreisrat aus Weilheim. „Durchstarten jetzt. Zeit bleibt keine“ lautet die Parole Reichenbergs, der seit seiner Bundestagskandidatur im Jahr 2005 „hart und leidenschaftlich“ für die Energiewende kämpft. Der gelernte Versicherungsfachwirt, Gründer des Vereins „Mobil ohne Fossil“ und Mitbegründer der „Energiewende Pfaffenwinkel“ zieht als Direktkandidat der Grünen für den Wahlkreis 226 Weilheim-Garmisch-Landsberg auf Platz vier der bayerischen Landesliste ins Rennen. Reichenbergs Ziel ist es, „mindestens zehn Prozent der Wählerstimmen“ zu holen und zusammen mit der SPD-Kandidatin Dullinger „die CSU unter 50 Prozent zu drücken“. Mit einem Gegenkandidaten aus den drei Kreisverbänden musste sich Reichenberg bei der Aufstellungsversammlung in Weilheim nicht messen. Präsenz wird er jetzt vor allem im Garmischer Raum zeigen: „Dort müssen sich die Grünen erst wieder neu erfinden“, lautet dazu sein Kommentar. In Vorträgen will sich Reichenberg für ein „nachhaltiges Deutschland und Bayern“ stark machen. Auf ein finanzielles Polster kann der 33-Jährige im Bundestagswahlkampf – bei Reserven von „knapp 4000 Euro“ – nicht bauen. „Wir haben im letzten Kommunalwahlkampf alles auf eine Karte gesetzt, um einen neuen Landrat zu installieren und die absolute Mehrheit der CSU zu brechen. Das hat unheimlich viel Geld gekostet“, resümiert der Weilheimer. Die Grünen seien deshalb auf Spenden angewiesen.

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