Grünen Antrag gegen Rallye Oberland im Kreistag abgelehnt

Die einen sehen sie als Aushängeschild für den Pfaffenwinkel, die anderen als Ärgernis auf den Straßen: die Rallye Oberland. Die Grünen beantragten nun, der Rallye keine Genehmigung mehr zu erteilen. Mit deutlicher Mehrheit lehnten jedoch die Kreisräte den Antrag ab.

„30 bis 40 Beschwerden, tagelang Autos, die die Straße runterbrettern und Lärmbelästigung die ganze Nacht“, nannte Hans Schütz (Grüne) bei der Kreistagssitzung in Eberfing Gründe gegen die Rallye. Michael Asam (SPD), Peitings Bürgermeister, habe dagegen keine einzige Beschwerde während der Rallye erhalten. „Ich kann nicht feststellen, dass die Leute nach der Rallye wie die Wilden fahren“, sprach er sich gegen den Antrag aus. Als „seit Jahren etabliert“ bezeichnete Landrat Dr. Friedrich Zeller (SPD) die Rennveranstaltung, die eine tragende Säule für den Wirtschaftsstandort und Tourismus sei und sprach sich für das Fortbestehen der Rallye aus. Als negative Begleiterscheinungen der Rallye erinnerte Schütz daran, dass sich bei der Rallye vor etwa vier Jahren ein Unfall ereignet hatte und dass ein Rallyeteilnehmer auf der Strecke mit über 180 Kilometer pro Stunde geblitzt worden war. 100 Kilometer pro Stunde waren erlaubt. „Fakt ist, es gibt Leute, die haben Spaß am Fahren“, sagte Franz Seidel (BfL). Werde das Rennen abgelehnt, würden die Leute woanders fahren. Bei 13 Gegenstimmen wurde der Antrag abgelehnt.

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