Gutachterausschuss überreicht Landrätin Andrea Jochner-Weiß die neue Bodenrichtwertliste

In Schongau ziehen die Grundstückspreise an

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Landrätin Andrea Jochner-Weiß bekommt von Oliver Schumann im Beisein weiterer Ausschussmitglieder die Liste mit den neuen Daten überreicht.

Weilheim/Landkreis – Wie viel ist das Grundstück wert? Ist sein Preis in letzter Zeit gestiegen? Zur Beantwortung dieser Fragen wird der Bodenrichtwert herangezogen, der alle zwei Jahre von einem Gutachterausschuss für den Landkreis ermittelt wird. Ausschussvorsitzender Oliver Schumann übergab die Liste mit den aktualisierten Daten an Landrätin Andrea Jochner-Weiß.

Im gesamten Landkreis sind die Preise leicht gestiegen. Allerdings gibt es Abweichungen, wie Schumann aufzeigte. Die größte Teuerung hatten Seegrundstücke in Aidenried, Gemeinde Pähl, mit einem Bodenrichtwert von 760 Euro pro Quadratmeter zu verzeichnen. In Schongau legten die Preise mehr zu als im Weilheimer Raum. „Schongau hat Nachholbedarf“, begründete dies Schumann, liege aber mit Werten zwischen 220 und 500 Euro immer noch weit unter Weilheim, wo der Gutachterausschuss Bodenrichtwerte zwischen 750 und 1610 Euro pro Quadratmeter ermittelt hat. Eine Senkung stellte der Ausschuss lediglich in einer Zone um die Weilheimer Altstadt fest: Der Wert für Wohngrundstücke fiel hier im Zeitraum von 2012 bis 2014 von 480 auf 450 Euro zurück.

Laut Schumann stehen dem Ausschuss oft nur wenige Kauffälle zur Verfügung, so dass es schwierig ist, daraus eine Tendenz ableiten zu können. Dem 14-köpfigen Gremium gehören Mitglieder aus Landratsamt, Finanz- und Vermessungsamt sowie acht ehrenamtliche Gutachter an. Bernrieds Altbürgermeister Walter Eberl wurde nach 40-jähriger Mitgliedschaft in einer Feier verabschiedet (Bericht folgt). Die aktuelle Liste ist in der Geschäftsstelle des Gutachterausschusses am Landratsamt Weilheim, Pütrichstraße 10 a, kostenlos einsehbar und gegen Gebühr online unter www.boris-bayern.de abrufbar.

Bodenrichtwert 

Der Bodenrichtwert wird für unbebaute Gewerbe- und Wohnbauflächen sowie für Grundstücke berechnet, auf denen sich ein zum Abriss stehendes Gebäude befindet. Er ist ein wichtiger Parameter für die Besteuerung und wird zur Wertermittlung von Immobilien herangezogen. Es handelt sich dabei um einen Durchschnittswert, der aus den Urkunden der Grundstücksverkäufe abgeleitet wird. Laut Ausschussvorsitzendem Oliver Schumann können jedoch nicht alle Vertragsabschlüsse in die Berechnung eingehen: Beispielsweise drückt ein Notverkauf den Preis. Der Bodenrichtwert bezieht sich auf bestimmte Zonen, in denen die Wertverhältnisse einheitlich sind. Das können Straßenzüge, Stadtteile oder ganze Ortschaften sein.

von Maria Hofstetter

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