26. Bayerische Meisterschaften im Gruppengoaßlschnalzen: Die Favoriten behaupten sich

Schliersee siegt – Weilheim punktet

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Echte Goaßlschnalzer kann auch ein Gipsbein nicht schrecken. Die Gruppe aus Niklasreuth holte sich trotz des Handicaps den dritten Platz in der Gesamtwertung.

Weilheim – Am Sonntag wurde Weilheim zum Zentrum der Bayerischen Goaßl- schnalzer. Bereits lange vor Beginn der Meisterschaften funktionierten einzelne Gruppen die Rasenflächen vor der Großen Hochlandhalle zur provisorischen Arena um.

Festlich in Tracht gekleidete Mannsbilder probierten schon einmal neues Material lautstark aus, fachsimpelten über Schwierigkeitsgrade und tauschten Erfahrungen aus. Dann hieß es erst einmal warten für die 20 Gruppen aus ganz Oberbayern. Der Grund: Drei Vereine hatten kurzfristig ihre Teilnahme abgesagt. Dadurch verzögerte sich der Beginn um etwa 30 Minuten.

Schirmherrin Landrätin Andrea Jochner-Weiß hatte sich über die alte bayerische Tradition kundig gemacht und konnte mit Fachwissen punkten. Ihr Wunsch: „Viel Glück, Geschick und wenig Körperkontakt mit der Peitsche.“

Der Sprecher der Gastgeber Klaus Kriegisch lenkte in seiner Begrüßung die Aufmerksamkeit auf den vom Vorjahressieger Schliersee mitgebrachten Pokal. „Schaut euch das Kunstwerk einmal an“, schwärmte er. Da die Schlierseer den alten Pokal bereits drei Mal gewonnen hatten, durften sie ihn behalten, mussten aber einen neuen stiften.

Danach knallten die Goaßln der Teilnehmer um die Wette und die Zuschauer spendeten für die demonstrierten Fertigkeiten fast ebenso laut Applaus. Dabei wurden bei aller Sympathie Unterschiede im Gesamteindruck, der Musikalität und Schwierigkeit wohl vermerkt. Leistungssteigerungen waren zwar allgemein sicht- und hörbar, aber es zeigte sich schnell, dass sich auch die Favoriten weiterentwickelt hatten. Am Ende siegte Schliersee erneut mit großem Punkteabstand und wurde Bayerischer Meister. Zweiter wurde Fischbachau, Dritter Niklasreuth.

Gastgeber Weilheim verbesserte sich mit Platz 17 in der Wertung abermals nach oben. Xaver Kastl freute sich narrisch: „Es war eine rundum gute Sache. Die Hochlandhalle vor voll, die Stimmung in den Gruppen und beim Publikum gut, wir haben uns verbessert und sind voll zufrieden“, zog er Resümee.

von Georg Müller

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