Günstiger Wohnraum ist knapp – Empfang 2: SPD diskutiert auch über Finanzen und Geothermie

Beim SPD-Empfang im Stadttheater v. re.: Ingo Remesch, Helmut Vasak-Wienchol, Annette Karl, Karl-Heinz Gerbl, Angelica Dullinger und Dominic Scales. Foto: ola

Die Stadt Weilheim wird sich weiter Gedanken machen müssen, wie sie ihre Einnahmen verbessern kann. Dies machte Stadtrat Michael Lorbacher beim SPD-Neujahrsempfang deutlich. Allerdings stehe eine Schließung kommunaler Einrichtungen wie etwa der Bücherei oder des Stadtbusses nicht auf der Agenda.

Zahlreiche Vertreter von Vereinen, Organisationen und Parteien hatten sich im Stadttheater eingefunden, um sich auszutauschen und über kommunal- und landespolitische Themen zu informieren. Lorbacher, der in Vertretung des erkrankten SPD-Fraktionschefs Gerhard Trautinger eine Rede hielt, ging unter anderem auf das Thema Geothermie ein. „Ob Weilheim ein geeigneter Ort ist, wird sich noch zeigen.“ Lorbacher sieht bei der ganzen Sache Chancen aber auch Risiken. Man müsse jedenfalls die Bürger einbeziehen und überzeugen. „Wir werden uns um eine aktive und neutrale Öffentlichkeitsarbeit bemühen“, kündigte der Stadtrat an. Zudem bemerkte Lorbacher, dass in Weilheim günstiger Wohnraum nach wie vor knapp sei. Zweiter Bürgermeister Ingo Remesch (SPD) verwies auf den Rückgang bei den Ehrenamtlichen, die etwa bei der Feuerwehr aktiv sind. „Das lässt ganz klar nach.“ Es gelte zu überlegen, „wie man damit umgeht“. Man brauche die Freiwilligen dringend. Aus dem städtischen Haushalt seien diese Tätigkeiten „schlicht nicht zu finanzieren“. Landrat Dr. Friedrich Zeller (SPD) kam unter anderem auf anstehende Investitionen zu sprechen. In den nächsten Jahren werde sich der Landkreis intensiv der Sanierung der Berufsschule in Weilheim widmen. „Wir werden wahrscheinlich sogar einen Anbau realisieren müssen“, berichtete der Landrat. Als speziellen Gast hatten die Weilheimer Genossen diesmal die SPD-Landtagsabgeordnete Annette Karl aus Neustadt an der Waldnaab eingeladen. Aus ihrer Sicht dürfen die Bürger nicht für die Folgen der Finanzkrise und das Desaster bei der Bayerischen Landesbank büßen. Außerdem plädierte die stellvertretende SPD-Landesvorsitzende in Weilheim für eine vernünftige finanzielle Ausstattung der Gemeinden. „Die Kommunen müssen in die Lage versetzt werden, ihre Aufgaben zu erfüllen.“

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