Speziell für Jugendliche

Gymnasium Weilheim: Ausstellung zu nachhaltigen Finanzen

Bei der Ausstellung „Wie bewegt Geld die Welt?“
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„Wie bewegt Geld die Welt?“: Die Ausstellung zum Thema „Nachhaltige Finanzen“ ist derzeit im Gymnasium zu sehen (v.re.): Schulleiterin Beate Sitek, Heidi Geisler, Floriane Reichenberg und Angelika Schwan (alle drei Greensurance), Fachbereichsleiterin Karin Ontiveros, Jan Wolthuis und Schüler des Gymnasiums.
  • VonBianca Heigl
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Weilheim – „Was machen meine Bank und Versicherung mit meinem Geld?“ Die Wanderausstellung „Wie bewegt Geld die Welt?“ ist die erste, die sich intensiv mit dem Thema „Nachhaltige Finanzen“ auseinandersetzt. Sie wurde speziell auf Jugendliche zugeschnitten, da diese sich frisch mit Geld beschäftigen müssen. Aber Erwachsene finden bestimmt ebenfalls viel Neues und Interessantes. An der Entstehung war auch das Weilheimer Gymnasium – selbst Umweltschule – mit einem Kurs von Jan Wolthuis aktiv beteiligt, um die Ausstellung für Jugendliche interessant zu gestalten.

Seit dem 15. Juni sind die zwölf Holz-Banner der Ausstellung nun erstmals im Gymnasium Weilheim zu sehen. Als Umweltbildungsmaterial beantworten sie Fragen rund um die Themenwelt von grünen Banken, nachhaltigen Versicherungen, fairen Fonds sowie dem aktuellen Schlagwort „Sustainable Finance“. Im zweiten Teil der vom Bayerischen Staatsministerium für Umwelt und Verbraucherschutz geförderten Ausstellung werden gute Beispiele aus der Praxis präsentiert, die aufzeigen, wie nachhaltige Finanzen bereits heute umgesetzt werden.

Ab August 2021 kann die Ausstellung ausgeliehen werden. Sie soll – so wünschen es sich die Initiatoren um Floriane Reichenberg – im Rhythmus von vier bis acht Wochen von einem (Lern-)Ort zum nächsten wandern. Dabei sind mögliche Ausstellungsorte Schulen, (Umwelt-)Bildungseinrichtungen, Banken, Landratsämter, Kirchen, Eine-Welt-Häuser sowie Vereine und Firmen. Eine digitale Webpräsenz und ein Buchungskalender der Ausstellung finden sich auf www.wie-bewegt-geld-die-welt.de. „Bisher fehlten gezielte Umweltbildungsangebote in diesem Bereich. Die Greensurance Stiftung hat mit der Wanderausstellung ein solches Angebot erstellt“, freut sich Reichenberg.

Was ist grünes Geld und Sustainable Finance? Was sind Green Bonds und Divestment? Auf welchen Wegen kann mein Geld in Waffen und Umweltzerstörung fließen? Wie kann ich das verhindern? Und wie kann ich mein Geld grün und fair anlegen und meinen Umgang mit Geld nachhaltig gestalten? Das sind einige der Fragen, welche die Wanderausstellung beantwortet. Hintergrund ist, dass Geld viel im Guten wie im Schlechten bewegen kann. Doch vielen Bürgern ist gar nicht bewusst, dass ihr Geld bei der Bank, Versicherung oder bei Fonds in Waffenherstellung, ausbeuterische Kinderarbeit, fossile Energien, Atomkraft oder Umweltzerstörung (wie Regenwaldabholzung) investiert ist. „Mit meinem Geld möchte ich auf keinen Fall Umweltzerstörung und soziale Ungerechtigkeit fördern“, denken sich immer mehr Menschen. Leider ist dieser Anteil noch sehr gering. Das liegt aber eher an der Unwissenheit als an Desinteresse, wie diverse Studien belegen. Diesen Umstand möchte die Ausstellung ändern und zum Thema nachhaltige Finanzen aufklären.

Im ersten Teil motiviert die Ausstellung dazu, sich mit dem Thema „Geld“ in Kombination mit „Nachhaltigkeit“ zu beschäftigen. Dabei geht der Inhalt weit über eine reine Kapitalanlage im Sinne von Aktien und Fonds hinaus und beschäftigt sich mit dem Umgang mit Geld in verschiedenen Lebensbereichen – vom Konsum, über Altersvorsorge und Banken bis zum Spenden und alternativen Finanzkonzepten. Ansatzpunkte zum Handeln werden konkret aufgezeigt.

Im zweiten Teil präsentiert die Ausstellung bestehende, nachhaltige Finanzideen und Lösungskonzepte, die in Bayern bereits erfolgreich umgesetzt werden. Die dazugehörigen Gesichter der Initiatoren und Menschen dahinter werden bildlich in der Ausstellung vorgestellt. Beispiele sind grüne Banken, nachhaltige (Kranken-)Versicherungen, grüne Fonds, Genussrechte und weitere Finanzkonzepte wie Regionalgeld.

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