Die Generalsanierung am Gymnasium Weilheim macht gute Fortschritte – Lärmbelastung stellt Herausforderung dar

Neue Fassade für den Zentralbau

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Die Einpassung des vorgefertigten, eineinhalb Tonnen schweren Elementes an der Fassade des Gymnasiums erforderte präzises Arbeiten.

Weilheim – Eineinhalb Tonnen wiegt das vorgefertigte Fassadenelement, das vom Kran gezogen am Zentralbau des Gymnasiums in die Höhe schwebt. Am Dienstag fand eine Besichtigung der Baustelle statt, an der unter anderem die Landrätin teilnahm.

Bis Sommer 2018 soll die Generalsanierung, die mit Kosten von insgesamt 22,5 Millionen Euro veranschlagt wurde, abgeschlossen sein. Insgesamt wird mit dem Zentralbau eine Geschossfläche von circa 8 000 m2 saniert. Zurzeit werden die neuen Fassadenelemente montiert. Die in einem Werk bei Oldenburg vorgefertigten Holzrahmenelemente – sie werden inklusive der verglasten Fenster mit Sonnenschutz und Vorhangfassade geliefert – mussten mit rund 20 Spezialtransportern nach Weilheim gebracht werden. Bis Pfingsten sollen die Arbeiten an der Fassade abgeschlossen sein. Insgesamt arbeiten gerade 20 verschiedene Gewerke an dem Schulhaus. Landrätin Andrea Jochner-Weiß und stellvertretende Schulleiterin Adelheid Meyer waren sich einig, dass diese Sanierung des Zentralbaus während des laufenden Schulbetriebs einer „Operation am offenen Herzen“ gleichkommt. Meyer stellte außerdem fest: „Es ist vollkommen klar, dass der Lärm eine Belastung darstellt.“ Trotz der Herausforderungen überwiegt aber die Vorfreude auf das fertige und rundum erneuerte Gebäude. Auch einige der alten Probleme des Gebäudes sollen dann der Vergangenheit angehören. Zum Beispiel die überhitzten Klassenzimmer im Sommer, in denen man wegen dem Verkehrslärm der Bundesstraße aber nicht lüften konnte. Dank des neuen Belüftungssystems soll auch bei wärmeren Temperaturen ein gutes Raumklima gewährleistet sein. Bei der Gestaltung der im Zentralbau befindlichen 40 Klassen- und Fachräume sowie der Zimmer für Verwaltung und Lehrer wurden die Wünsche des Lehrkörpers berücksichtigt. „Wir konnten unser Votum abgeben“, erklärte Meyer. Sie betonte, dass die Zusammenarbeit mit dem Landratsamt gut funktioniert. Die Raumaufteilung wird, bis auf ein paar Veränderungen wie die Konzentration der Verwaltung, gleich bleiben. Nicht verwirklicht wird die Idee der Erweiterung des Gebäudes um ein Stockwerk, in dem Räume für die Lehrerausbildung untergebracht worden wären. Das Gymnasium ist eine Seminarschule und „der Freistaat lässt hier ausbilden“, so Kreiskämmerer Norbert Merk, „aber fördern tut er dies nicht“. Zwischen 2,5 und drei Mio. Euro hätte eine solche Erweiterung Merk zufolge gekostet.

Von Melanie Wießmeyer

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