Dritten Band der Heimatbuchreihe "Häuserchronik Eberfing" vorgestellt

469 Objekte, sieben Jahre Recherche

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Der dritte Band der Eberfinger Heimatbücher trägt den Titel „Häuserchronik“. Er wurde im „Gasthof zur Post“ von Bürgermeister Georg Leis und dem Autorenteam vorgestellt. Vorn v.li.: Heinrich Höß, Luise Hohenleitner und Gertraud Höß. Hinten: Matthias Ueckermann, Druckerei Mohrenweiser, Ingrid Treffer, Amt für ländliche Entwicklung und Georg Leis.

Eberfing – Heimat hat viele Elemente. Für die Bürger ist es zuerst der Ort, in dem man aufwächst, Schulen besucht, lebt und sich wohlfühlt.

Das heißt aber noch nicht, dass jeder Einheimische die Historie seiner Gemeinde kennt. Wer weiß denn, dass es vor 1972 keine Straßennamen im Ort gab, die Häusernummern nach ihrer Entstehung vergeben wurden und das älteste Gebäude aus dem Jahre 1382 datiert. Noch heute verwenden Kinder im täglichen Gebrauch in der Anrede Namen wie „Martabauer“ oder „Schmalzbauer“. Mit seinen Heimatbüchern hat sich Eberfing eine unterhaltsame Chronik zum Nachschlagen auch für spätere Generationen geschaffen.

1998 erschien der erste Band der Eberfinger Heimatbücher. Die Fortsetzung folgte im Jahre 2006. Während sich die beiden ersten Bücher mit der gewachsenen Historie des Dorfes beschäftigten ist der vor Kurzem präsentierte dritte Band „Häuserchronik“ eine Novität. Es ist ein Nachschlagewerk darüber, welche Gebäude es im Eberfinger Gemeindegebiet gab und gibt, wem sie gehörten und gehören, welche Hausnamen sie hatten oder führen sowie die dazu gehörigen historischen Daten. Dass dabei auch in der Dorfgemeinschaft wenig oder gar nicht bekannte Details und Anekdoten enthalten sind, macht das in 506 Exemplaren aufgelegte Buch umso lesenswerter. Die Präsentation im Gasthof zur Post nutzte Bürgermeister Georg Leis jedenfalls für eine Art Liebeserklärung an seine Heimatgemeinde, die er mit Dank an alle an der Entstehung des Werks Beteiligten verband.

Allein drei Jahre dauerten die Recherchen der Autorin, der heute 89-jährigen ehemaligen Dorfschulleiterin Luise Hohenleitner, die Mitautoren Gertraud und Heinrich Höß übernahmen die Digitalisierung der Daten und die Fotoarbeiten. Vor der Veröffentlichung wurde es zweimal ausgelegt, damit die Einwohner einen Einblick gewannen. So konnten weitere Anregungen beziehungsweise Fotos in die zum Schluss 1,6 Kilogramm schwere und 664 Seiten umfassende Chronik übernommen werden.

Hohenleitner, sie ist auch Autorin der ersten Bände, ging im Zuge ihrer Recherche von Haus zu Haus und wurde überall freundlich empfangen, ja teils sogar verwöhnt. „Ich habe dabei viel erfahren. Es war eine schöne Zeit“, erinnerte sie sich bei der Vorstellung. Das Buch ist ab sofort im Gemeindehaus erhältlich. Da sowohl das Amt für ländliche Entwicklung als auch die Gemeinde Zuschüsse auf die Herstellungskosten von 56 Euro pro Exemplar gewährten, kann es jetzt für 30 Euro erworben werden. Ein viertes Heimatbuch ist bereits in der Planung. „Eberfinger Heimatgeschichten“ soll es heißen.

Von Georg Müller

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