Weilheim-Schongau ist mit vier Jahrgangsbesten vertreten

Neue Handwerksmeister

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Die jahresbesten MeisterInnen mit Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl (13.v.li.), der die Urkunden und Ehrenmedaillen überreichte, Moderatorin Ursula Heller (14.v.li.) und Stadtrat Richard Quaas (15.v.li.).

München/Landkreis – 1 571 neue Handwerksmeisterinnen und -meister hat Kammerpräsident Franz Xaver Peteranderl bei Deutschlands größter Meisterfeier im Handwerk im ICM der Messe München ausgezeichnet. Vier der Jahresbesten kommen aus dem Landkreis Weilheim-Schongau.

Es sind dies Elektromaschinenbauer Bastian Simon aus Huglfing, Elektrotechnikerin Sarah Glas aus Iffeldorf, Informationstechniker Dennis Luschtinetz aus Peiting und Kraftfahrzeugtechniker Philipp Lamm aus Wielenbach.

Peteranderl gratulierte den Frauen und Männern zur bestandenen Prüfung: „Die beruflichen Aussichten sind hervorragend. Egal, ob Sie sich selbstständig machen oder eine leitende Stellung als Arbeitnehmer suchen, Fachkräfte mit umfangreichem Wissen und Können sind überall gefragt.“ Die Rahmendaten für den Wirtschaftsbereich seien gut, das oberbayerische Handwerk erwarte für 2017 ein nominales Umsatzplus von 4,5 Prozent. „Der deutsche Handwerksmeister ist eine Marke, die weltweit hohes Ansehen genießt“, so der Kammerpräsident. Daher sei es unverständlich, dass von der Europäischen Union immer wieder die Notwendigkeit der Meistervoraussetzung im Handwerk angezweifelt werde, wie aktuell im Rahmen des Europäischen Dienstleistungspakets. Dieses Paket bringe keinerlei Erleichterungen für die Betriebe, jedoch viele bürokratische Hürden, die kleine und mittlere Unternehmen bei der grenzüberschreitenden Betätigung einschränken würden.

Lob fand der Kammerpräsident für die Fortschritte bei der Durchlässigkeit zwischen beruflicher und akademischer Bildung: „Ich finde nicht, dass Meister unbedingt studieren müssen, auch wenn sie es uneingeschränkt können. Mit abgeschlossener Ausbildung und einem Meistertitel stehen bereits alle Türen für eine berufliche Karriere offen.“

Mit Blick auf die Gründung eines eigenen Unternehmens empfahl Peteranderl, auch die Übernahme eines bestehenden Betriebs in Erwägung zu ziehen: „In Oberbayern suchen in den nächsten Jahren etwa 8 300 Handwerksunternehmen eine neue Chefin oder einen neuen Chef. Das ist in vielen Fällen eine lohnenswerte Alternative zur klassischen Neugründung.“ Der Präsident nahm zur voranschreitenden Digitalisierung im Handwerk Stellung: „Die Rahmenbedingungen werden sich für unseren Wirtschaftsbereich grundlegend ändern.“ Die Auswirkungen seien branchenbedingt und oft von Betrieb zu Betrieb unterschiedlich. Auch die Bereiche IT-Sicherheit, Datenqualität und Datenschutz werden immer wichtiger. „Darauf müssen sich die Betriebe einstellen“, sagte Kammerpräsident Peteranderl.

Von Kreisbote 

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