Absage stand im Raum

»Hannis Eismärchen« in Penzberg wird verschoben

Menschen laufen Eis
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Ein Publikumsmagnet: Das „Eismärchen“ auf dem Stadtplatz zog im Winter 2019/2020 laut Rathaus 17 366 Besucher an.

Penzberg– Die Stadt Penzberg hat eine Entscheidung gefällt: „Hannis Eismärchen“ wird wegen der Corona-Krise auf Januar/Februar 2021 verschoben. Wie es dazu kam, berichten Rathausverantwortliche.

Am 16. September war die Meinung im Verwaltungsausschuss einhellig: „Hannis Eismärchen“ sollte im Dezember in seine mittlerweile 7. Auflage gehen. Das Sicherheits- und Hygienekonzept mit dem Verzicht auf Eisdisco und Livemusik – vorgelegt von Thomas Sendl, im Rathaus auch für Kulturveranstaltungen zuständig – fand allgemeine Anerkennung. Als Termin wurde 5. Dezember bis 10. Januar angesetzt. Doch dann verschärfte sich die Corona-Krise.

Am vergangenen Montagmorgen saß man bei der wöchentlichen Abteilungsleiterkonferenz im Rathaus zusammen. Ein Thema war das „Eismärchen“. Option war angesichts steigender Infektionszahlen eine komplette Absage, wie Sendl auf Nachfrage bestätigt. „Das stand im Raum.“ Zum Glück hatte Kollegin Monika Engel, die sich um die Veranstaltung kümmert, eine Alternative ins Spiel gebracht: das eisige Vergnügen auf dem Stadtplatz lieber verschieben. Ein Vorschlag, der auf Wohlwollen stieß. „Es ist ja soviel ausgefallen. Vor allem für die Kinder“, unterstützt Abteilungsleiter Sendl den Vorschlag.

Engel sprach mit den Sponsoren. Die sind wichtig, weil die Stadt eh mit einem Defizit gerechnet hat. Begründet mit zusätzlichen Auflagen und weniger Einnahmen. Sendl hatte im September im Ausschuss ein Minus von rund 90 000 Euro vorgerechnet. Auf der Einnahmenseite werden etwa 80 000 Euro veranschlagt, an Ausgaben sind dagegen um die 170 000 Euro angesetzt. Das sei immer noch der Stand, heißt es jetzt von Sendl. Die Geldgeber seien „alle sehr dankbar“, dass das „Eismärchen“ stattfinden soll, betont Engel. Allen sei es wichtig gewesen, dass sich die Stadt Gedanken gemacht habe, „dass es für die Bürger etwas geben wird“.

Laut Sendl entstehen der Kommune keine Mehrkosten durch die Neuansetzung. Man habe sich entsprechend abgesichert: „Die Verträge gelten weiter.“ Mit Aufbau und Betrieb ist wie schon 2019/2020 eine österreichische Firma beauftragt.

Stattfinden soll „Hannis Eismärchen“ vom 30. Januar bis 28. Februar. Macht 30 Tage Schlittschuhvergnügen. Der Termin wurde bewusst gewählt. Zum einen sei „genügend Zeit“ für eine mögliche Abschwächung der Corona-Situation, so Sendl. Zum anderen fällt der Betrieb praktischerweise in die Faschingsferien.

Weihnachtsmarkt unklar

Noch keine Entscheidung wurde dagegen bis Redaktionsschluss zum Penzberger Weihnachtsmarkt getroffen. Klar ist nur: „Es wird ihn in der ursprünglichen Form nicht geben“, betont Kulturchef Sendl. Im Gespräch sind Cateringstände in der Innenstadt, die auch von den Vereinen besetzt werden können. Man befände sich „aktuell in der Abfrage“. Start soll wohl am zweiten Adventswochenende sein. Sendl: „Wir könnten uns vorstellen, das über die ganzen Weihnachtsferien laufen zu lassen.“

Von Andreas Baar

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