Andenken würdig geehrt

Straße im Neubaugebiet Hardtfeld nach Hans Korntheuer benannt

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V. li. : Bürgermeister Markus Loth bei der Vorstellung des Straßenschildes mit dem AWO Vorsitzenden Gerhard Trautinger, SPD Stadtrat Ingo Remesch und dem zweiten Bürgermeister Horst Martin.

Weilheim – Mitglieder der AWO und des SPD Ortsvereins trafen sich vor Kurzem zum 125. Geburtstag des in der Nachkriegszeit weit über die Grenzen Weilheims hinaus sozial wirksamen Kommunalpolitikers Hans Korntheuer.

Hans Korntheuer (*20. September 1893, † 28. August 1975) war Stadtrat, nach dem Krieg Kreisrat, stellvertretender Bürgermeister, stellvertretender Landrat sowie Bezirksrat. Zudem war er Träger des goldenen Ehrenrings der Stadt Weilheim und des Bundesverdienstkreuzes. Zusammen mit seiner Frau Anni gründete Korntheuer außerdem die AWO im Landkreis. Als er sich 1932 weigerte, so berichtete Stadtrat Ingo Remesch (SPD) in einem Rückblick, sein Stadtratsmandat niederzulegen, wurde er sieben Monate im KZ Dachau in Haft genommen.

Mit Liedern von Ernst Deger, zum Thema „Widerstand war möglich“, die auch weitere Nazi-Verfolgte wie Albrecht Haushofer aus Pähl einschlossen, wurde Korntheuer gedacht. AWO Chef Gerhard Trautinger konnte bei der Veranstaltung den ersten Bürgermeister Weilheims Markus Loth, das ehemalige Bezirkstagsmitglied Willi Heidrich aus Penzberg sowie den AWO Kreisvorsitzenden und Bezirkstagsvizepräsident Michael Asam begrüßen. Anwesend war zudem ein Großneffe als Nachkomme des Jubilars. SPD-Landtagskandidat Dominik Streit wies in seinem Grußwort auf die Bedeutung positiver Vorbilder für die jungen Menschen in Parteien und der Gesellschaft hin.

Unterstrichen wird das Gedenken an den Weilheimer AWO Gründer zukünftig durch die Benennung einer Straße im Neubaugebiet Hardtfeld. Der zweite Bürgermeister Horst Martin präsentierte im „Hans-Korntheuer Stüberl“ das neue Schild mit der Aufschrift „Hans-Korntheuer-Straße“. Loth unterstrich, dass es ihm selbst seit vielen Jahren ein persönliches Anliegen gewesen sei, Korntheuer durch eine Straßenbenennung würdig zu ehren, weshalb er den Antrag von SPD und AWO von Beginn an unterstützt habe.

Zum Abschluss wurde aus einem Brief Korntheuers aus dem Jahr 1954 zitiert: „Ich glaube, ich bin immer der geblieben, der ich war, ich glaube, ich bin mir immer selbst treu geblieben, ... und ich glaube, ich habe vielen Mitmenschen helfen können.“

Von Kreisbote

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