Hauptversammlung Weilheimer Zuchtverbände und Milcherzeugerring

Zuchterfolge im Blick

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Die geehrten Landwirte mit vorne v.li.: Peter Ginter, Geschäftsführender Vorsitzender Zuchtverbände; Geschäftsführer Helmut Goßner; Peter Kaindl, Vorsitzender Milcherzeugerring und Weilheims Zweitem Bürgermeister Horst Martin.

Weilheim – Die Weilheimer Zuchtverbände und der Milcherzeugerring vertreten in sechs Landkreisen die Interessen von 1 294 Betrieben mit 52 012 Bestandstieren.

Während die Mitgliederzahl in 2018 leicht schrumpfte, stiegen die Zahlen bei Fleckvieh und Murnau-Werdenfelser Tieren leicht an. Landrätin Andrea Jochner-Weiß riet den Rinderzüchtern bezüglich der Blauzungenkrankheit zur Impfvorsorge. Der Garmischer Landrat Anton Speer will sich für eine wolfsfreie Region einsetzen und griff in seiner Rede angesichts rund 4 000 gefällter Bäume auch das Biberproblem auf. Erfolge durch Nachverhandlungen könne der Landkreis bei der neuen Düngeverordnung und beim sogenannten Schleppschlauchausbringen vorweisen. Letzteres sei in Hanglagen unmöglich, hieß es. Weilheims Zweiter Bürgermeister Horst Martin outete sich als Laie der Rinderzucht, versprach aber künftig die Zuchtviehmärkte zu besuchen. „Ich fand bei meiner Online-Recherche erstaunliche Dinge“, sagte er unter Beifall der Landwirte.

Das Hauptreferat von Zuchtleiter Josef Zieglgänsberger war der „Kuhlernstichprobe“ (genomische Selektion) gewidmet. Sie sei die Grundlage für sichere Zuchtwerte und ein Garant langfristiger Zuchterfolge. Ab Mai wird in Bayern das Modell „FleQS“ angewendet, welches durch die Typisierung vieler Kühe wertvolle Daten für die Zucht liefern soll. Zuchtverbandsgeschäftsführer Helmut Goßner beschrieb in seinem Rechenschaftsbericht das vergangene Jahr im Kerngebiet trotz deutschlandweiter Wetterkapriolen als insgesamt gut. Die Vermarktung sei sehr lebhaft, allerdings mit Preisschwankungen versehen gewesen.

Den Abschluss der Versammlung bildeten die Ehrungen verdienter Mitarbeiter in der Leistungsprüfung und in der Zucht. Milchleistungsbetriebe mit bis zu 12 000 Liter Milch/Kuh/Jahr wurden mit Stallplaketten ausgezeichnet, für Kühe mit 100 000 Liter Lebensleistung gab es neu konzipierte Plaketten.

Von Georg Müller

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