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Neue Leiterin im Haus Emmaus

Menschen ein Zuhause geben

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Pfarrer Dr. Ulrich Lindl (li.) begrüßte Schwester Anita Leipold als neue Leiterin im Haus Emmaus. Zusammen dankten sie Joachim Junge für die großzügige Spende.

Weilheim – Im Haus Emmaus finden Weilheimer, die sonst vielleicht auf der Straße landen würden, ein Zuhause auf Zeit. Diesen Menschen möchte Schwester Anita Leipold helfen. Sie ist seit 1. Januar Hausleiterin.

Weilheim ist der 43-Jährigen nicht unbekannt. Bereits als Novizin lebte sie von 2007 bis 2009 in der Kreisstadt. Daher fiel ihr die Entscheidung auch nicht schwer, als sie gefragt wurde, ob sie künftig das Haus Emmaus leiten möchte.

„Menschen, die am Rande der Gesellschaft stehen, liegen mir am Herzen“, sagt sich die gebürtige Niederbayerin. Sie arbeitete früher im kaufmännischen Bereich, jedoch schon immer mit Bezug zum Sozialen. Schließlich studierte sie Soziale Arbeit und fand bei den Missionarinnen Christi ihre Erfüllung. „Es ist eine Lebensform, die für mich passt“, ist sie zufrieden, gemeinsam mit den anderen Schwestern zu leben. Als apostolische Gemeinschaft teilen sie ihr Leben und ihren Glauben. Trotz des geistlichen Lebens sind sie „Mitten in der Welt“, wie Schwester Anita erklärt. „Wir haben reguläre Berufe und kommen unter Menschen“, freut sie sich besonders darüber, den Kontakt mit den Weilheimern pflegen zu können.

Derzeit sind alle sechs Familienwohnungen im Haus Emmaus belegt, ebenso die fünf Einzelzimmer. Die Bewohner sind dort, weil sie durch verschiedene Umstände in Wohnungsnot geraten sind und auf Sozialwohnungen warten. „Im Idealfall ist ein Neubeginn möglich“, sagt Schwester Anita. Sie und ihre Mitschwestern helfen den Bewohnern daher, wo es nur geht. 

Besonders freute sich die neue Hausleiterin auch über die Spende von Joachim Junge. Mit dem Verkauf von Heftchen mit seiner selbst geschriebenen Weihnachtsgeschichte sammelte er 520 Euro, die er an das Haus Emmaus übergab. „Wir werden Sand und eine Schaukel für den Spielplatz kaufen“, nahm Schwester Anita die finanzielle Unterstützung gerne an.

Von Ursula Gnadl

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