Hebauf fürs Weilheims Krippenmuseum

In der alten Oswald-Remise entsteht ein neuer kultureller Anziehungspunkt

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„Es ist ein Glück für eine Stadt, wenn sie ein Museum hat.“ In seinem Richtspruch würdigte Zimmerer Anton Storf den Bauherrn Manfred Bögl.

Weilheim – In den vergangenen Jahren hat sich Weilheim um die Weihnachtszeit mit ausgebuchten Krippenbaukursen, einem privaten Krippenmuseum sowie einem eigenen Krippenweg in der Oberen Stadt einen Namen gemacht. Bald wird es ein zentrumsnahes Krippenmuseum geben.

Es wird seinen Platz in der 1896 erbauten denkmalgeschützten ehemaligen Oswald-Remise in der Petelgasse 6 haben. Gebaut wird seit dem Herbst 2017. Kürzlich wurde mit dem Bauherrn und Eigentümer Manfred Bögl, den Handwerkern, Vertretern von Kirche, Stadt und Wirtschaft Hebauf gefeiert. Das neue Museum wird nach der Fertigstellung drei mit einem Fahrstuhl verbundene Etagen mit rund 400 Quadratmeter Ausstellungsfläche haben. Während das Erdgeschoss für allgemeine Ausstellungen und die Krippenbaukurse des Heimat- und Trachtenvereins vorgesehen ist, werden erster Stock und Dachgeschoss Bögls umfangreicher, historischer Krippensammlung, diversen Landschaften des Heiligen Landes sowie der des Heimat- und Trachtenvereins eine neue Heimat geben.

Zweiter Bürgermeister Horst Martin wies auf die zweijährige Genehmigungsphase (2015 bis 2017) hin und dankte dem Bauherrn für seine Beharrlichkeit. Das Museum bedeute für die Kulturstadt Weilheim einen weiteren wertvollen Anziehungspunkt und passe gut zum Motto „Weilheim zieht an“.

„Weil im Bögl‘schen Keller kein Platz mehr für sie war“: Stadtarchivleiter Dr. Joachim Heberlein münzte in seiner Festrede Sätze aus dem Lukasevangelium auf das Bauvorhaben um und zog Vergleiche zur Herbergssuche vor 2000 Jahren. Jene für die Krippen sei ähnlich der Suche nach der Stecknadel im Heuhaufen verlaufen. Nachdem der „Lindnerstadl“ nicht zur Verfügung gestanden habe, seien die ehemaligen Stallungen, Werkstätten und das Lager der Oswald-Remise als Museumsstandort gewählt worden. Damit schließe sich der Kreis zur biblischen Herbergssuche – auch das Christuskind sei in einem Stall zur Welt gekommen. „Das neue Museum steht in einer Jahrhunderte währenden Weilheimer Tradition und vermag den Krippengedanken lebendig zu erhalten“, so Heberlein. Schreitet der Bau zügig fort könnte das Museum in der Vorweihnachtszeit 2018 eröffnet werden.

Von Georg Müller

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