Wohnanlage soll bereits Mitte 2018 bezugsfertig sein

Hebauf für Raistings Senioren

+
Nach dem traditionellen Richtspruch hoch oben wurde vor und im Rohbau der Raistinger Seniorenwohnanlage gefeiert. Das Bild zeigt v. li. Bauleiter Ulrich Streit, Zimmermann Ludwig Knöpfle, Bürgermeister Martin Höck und Architekt Mathias Weiland.

Raisting – Die Gemeinde Raisting mit ihren knapp 2 300 Einwohnern hat es sich zum Ziel gesetzt, dass möglichst viele ältere Bürger in der gewohnten Umgebung ihres Heimatortes bleiben können und nicht in auswärtige Altersheime umsiedeln müssen.

Auf dem Standort Wiesendanger an der Bahnhofstraße entsteht derzeit eine Seniorenwohnanlage, für die jetzt nach der Fertigstellung von Rohbau und Dach Hebauf gefeiert wurde. Bürgermeister Martin Höck begrüßte neben den beteiligten Handwerken den nahezu vollständigen Gemeinderat und besonders Altbürgermeister Max Wagner, der während seiner Amtszeit die Initiative für ein gemeindeeigenes Seniorenheim begründete hatte.

Hoch oben am Dachfirst sagte Zimmermann Ludwig Knöpfle mit drei kräftigen Zügen aus dem Weinglas den humorigen Richtspruch auf, bevor Glas und Flasche traditionsgemäß zu Bruch gingen. Architekt Mathias Weiland wies in seiner Ansprache auf die optimale Infrastruktur der Anlage im Ortszentrum hin. Wetterbedingt hätten sich die Bauarbeiten nach dem Spatenstich Mitte März etwas verzögert, trotzdem halte man am Einzugstermin Mitte 2018 fest. Laut Bürgermeister Martin Höck gebe es für die 15 Wohneinheiten bereits über 25 Bewerbungen. Bevorzugt bei der Vergabe werden „in Ehren ergraute Roaschtinger“ und auch auswärtige Bewerber im Rahmen einer Familienzusammenführung, wenn deren Kinder in Raisting ihren Lebensmittelpunkt haben.

Die Seniorenwohnanlage mit 924 m2 Wohnfläche wird 15 Wohnungen zwischen 53 und 76 m2 umfassen. Die Einheiten werden auf die Bedürfnisse älterer Menschen abgestimmt und stellen aufgrund teilweiser Barrierefreiheit eine Alternative zur Heimunterbringung dar. Neben leicht bedienbaren Küchen und Kochnischen legt man Wert auf einen breiten rollstuhlgerechten Zugang zum Duschbad. Neben einem großen Gemeinschaftsraum mit verschiedenen Zonen wird es auch ein Gäste-Appartement geben, wenn Besucher von auswärts mal übernachten wollen. Daneben ein kleines Büro für einen „Kümmerer“, der stundenweise anwesend sein wird.

Damit auch die Senioren nicht auf ihre Mobilität verzichten müssen, gehören Garagen und Stellplätze für Autos zum Konzept ebenso wie ein Fahrradraum mit E-Bike-Ladestation. Die Gesamtkosten werden sich auf rund 2,6 Millionen Euro belaufen.

Seit fünf Jahren habe sich die Gemeinde laut Bürgermeister Höck intensiv mit dem Thema Seniorenwohnheim beschäftigt. Diverse Objekte in der Region wurden besichtigt und verschiedene Standorte in Raisting begutachtet. Im Mai 2015 fiel dann die endgültige Entscheidung des Gemeinderates auf den zentral gelegenen Wiesendanger.

Von Dieter Roettig

Auch interessant

Meistgelesen

Weilheimer Adventturnen
Weilheimer Adventturnen
Neue Handwerksmeister
Neue Handwerksmeister
Eng verbunden mit der Patenstadt
Eng verbunden mit der Patenstadt
Zu zweit unterm Baum
Zu zweit unterm Baum

Kommentare