Hebauf für 30 Mio. Euro Wohnprojekt in Weilheim gefeiert – Einzug im April 2020 geplant

Grünes Leben an den Ammerauen

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Dachdeckermeisterin Yasmin Hoeft verkündete ihren Richtspruch beim Hebauf.

Weilheim – Von außen betrachtet wirken die neuen Gebäude zwischen Kanal- und Singerstraße noch relativ unscheinbar. Betritt man das Gelände allerdings, wird klar, wie groß der Wohnraum des circa 30 Millionen Euro-Projekts „Leben an den Ammer-auen“ wirklich ist. Mit dem traditionellen Hebauf wurde dort vor Kurzem die Halbzeit eingeläutet.

Zum Hebauf waren auch einige der gut 200 zukünftigen Bewohner gekommen. Diesen versicherte Bernhard Illichmann, Geschäftsführer der verantwortlichen „Immobilien Zentrum Oberbayern GmbH“, „das Gröbste ist geschafft“. Zehn Monate sind nun vergangen, seitdem im Mai 2018 auf dem ehemaligen Bauhofgelände der Spatenstich gefeiert wurde. „Zu sehen war bis auf eine riesige Baugrube und einen Spundwandverbau aus Stahl noch recht wenig“, so Illichmann. In Form von „Beton, Ziegeln und Fenstern“ wurde der Plan „Leben an den Ammerauen“ dann in die Realität umgesetzt.

Und dieser sieht auf 11 200 Quadratmeter Grundstücksfläche Platz für circa 200 Personen in 41 Wohnungen und 32 Häusern mit 111 dazugehörigen Tiefgaragenstellplätzen vor. Wie Illichmann weiter erklärte, schaffe das Quartier dabei nicht nur Wohnraum, sondern sei zudem eine „sinnvolle Verbindung aus Wohnen und Leben unter nachhaltigen Aspekten. Das klingt wie ein Werbespruch von IKEA, ist aber hier zeitnah in der Realität festzustellen.“

Gerade das Thema Nachhaltigkeit liegt dem Regensburger Unternehmen sehr am Herzen, wie Illichmann betonte. Sowohl außer- als auch innerhalb wurde bei dem Wohnkomplex auf eine umweltfreundliche Gestaltung geachtet: So entschied man sich bei der Auswahl der Heizanlage bewusst für eine CO2-neutrale Befeuerung durch eine Pellet-Anlage, die massive Ziegelbauweise ermöglicht einen „ausgezeichneten Wärmeschutz im Sommer als auch eine effiziente Nutzung der Heizwärme im Winter“ und in Kombination mit dreifach verglasten Fenstern werden in dieser Siedlung nur 55 Prozent der Energie verbraucht, die nach den Vorgaben der EnEV (Energieeinsparverordnung) vom Gesetzgeber gefordert ist. Die begrünten Dächer, die Retentionsvolumen für Regenwasser und neuen Lebensraum für Vögel und Insekten darstellen, tragen im Hochsommer zusätzlich zur natürlichen Kühlung bei. Auch bleibt das Quartier durch die zwei Tiefgaragen, welche von der Kanalstraße aus angefahren werden können, autofrei. „Gerade für junge Familien mit Kindern stellt dies einen enormen Sicherheitsaspekt dar“, so Illichmann. Die sonst durch Stellplätze versiegelten Flächen werden als Spiel- und öffentliche Grünflächen nutzbar sein. Dass das Quartier schon jetzt „fit für die Zukunft“ gemacht werden soll, beweisen einige Trafostationen, an denen das zukünftige Laden von E-Fahrzeugen in der Tiefgarage möglich sein wird.

Zum Richtfest war auch Weilheims dritte Bürgermeisterin Angelika Flock gekommen, die vor allem den „konstruktiven Dialog zwischen Bauherr und Stadt“ lobte. In Kooperation mit der Stadt konnten im Zuge der Ausschreibungen – es sind bereits alle Wohnungen vergeben – sechs Wohnungen, fünf Reihenhauseinheiten und zwei Doppelhaushälften im Weilheimer Einheimischenmodell zu einem sozial vergünstigten Kaufpreis vergeben werden.

Die Nachfrage nach Wohnungen in Weilheim ist laut Flock nach wie vor sehr groß. Ein Teil der benötigten Wohnungen könne jedoch durch dieses Projekt abgedeckt werden. „Es ist wunderbar, dass das hier so geklappt hat.“ Den zukünftigen Mietern, die zur Hälfte von auswärts kommen, wünschte sie, dass sie in Weilheim „gut Fuß fassen“ und sich „bald zuhause fühlen“. Spätestens im April 2020 sollen die letzten Häuser und Wohnungen fertiggestellt werden.

Nachdem die Dachdeckermeisterin Yasmin Hoeft ihren Richtspruch verkündet hatte, gab es für die Gäste bei strahlendem Sonnenschein noch etwas zur Stärkung gegen den Durst und Hunger.

Von Maria Lindner

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