Spannende Zeitgeschichte

Heimatverband Lech-Isar-Land stellt Jahrbuch 2021 vor

Vorstellung Lech-Isar-Land Jahrbuch
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Geschichte aus der Region, von Zeitzeugen interessant erzählt. Das neue Jahrbuch „Lech-Isar-Land“ wurde vom Vorstand des Heimatverbands vorgestellt. V. li.: Thomas Dorsch, Klaus Gast, Alexandra Grünbauer (Satz/Gestaltung), Bernhard Wöll und Klaus Hecker (Produktionsleitung).

Landkreis – Seit 1924 stellt der Heimatverband Lech-Isar-Land jährlich, abgesehen von kriegsbedingten Unterbrechungen, ein neues Jahrbuch vor. 

Die Bände schildern quer durch die Jahrhunderte unterhaltsam regionale Zeitgeschichte, beschreiben Wissenswertes aus Kunst, Kultur, Natur, Literatur, Technik und sind weit mehr als eine Chronik. Heuer sind es 14 Autoren, die sich unentgeltlich engagierten, Zeitzeugen interviewten, in Archiven oder alten Dokumenten stöberten. Die älteste zu Wort kommende Zeitzeugin ist eine 102 Jahre alte Dame, die ihre Erinnerungen preisgibt. Es werden Geschichten erzählt, die das Leben schrieb. Beispielsweise, wie die kleinen Gemeinden Marnbach-Deutenhausen das Ende des Zweiten Weltkriegs erlebten. Wie lebte es sich im Pfaffenwinkel anno dazumal? Wie entstand die Parklandschaft in Possenhofen am Starnberger See? Diesen Fragen und vielen mehr geht das neue Jahrbuch 2021 auf den Grund.

Corona-bedingt wurde es im kleinen Kreis vom Vorstand des Heimatverbands in den Räumen der Druckerei Hecker in Polling vorgestellt. Der aktuelle Band bietet eine bunte Mischung aus der regionalen Geschichte und zieht seinen bunten Reigen durch die Epoche um 1800, den Weltkriegen aus der Sicht von Kriegsteilnehmern, ihrer Söhne, Töchter und Enkel bis hin zur Zerstörung der Kuppel des Raistinger Radoms durch den Sturm „Bianca“ im Januar 2020.

Der umfangreiche Abschnitt Geschichte umfasst anlässlich des Endes des zweiten Weltkriegs vor 75 Jahren gleich zehn Beiträge. Was das Buch so interessant macht, es will nicht mit erhobenem Zeigefinger dozieren, sondern unterhalten und informieren. Wenig bekannte Schwarz-Weiß-Fotos illustrieren die Artikel. Sie sind auf ihre Weise ebenfalls Zeitgeschichte. Kreisarchivpfleger Bernhard Wöll und Kreisheimatpfleger Klaus Gast beschrieben das Jahrbuch als ein gelungenes Werk bewährter und neuer Autoren, das sich zum gemütlichen Schmökern auf dem Kanapee bestens eigne und für Jeden etwas Interessantes biete. Es stelle nicht unbedingt wissenschaftliche Ansprüche, sei aber gerade deswegen unterhaltsam.

Die erste Auflage umfasst 1 139 Exemplare, die in Peiting bei „Buch am Bach“, in der „Büchergalerie“ in Schongau, bei „Peißenbuch“ in Peißenberg, bei „Thalia“ und „Lesbar“ in Weilheim ab sofort erhältlich sind.

Von Georg Müller

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