Hilfe in letzter Minute

Polizisten retten Weilheimerin aus verrauchter Wohnung

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Als die Feuerwehr in die zerstörte Küche eindrang, war die Frau bereits geborgen.

Weilheim – Sie wurde in ihrer stark verrauchten Einzimmerwohnung kaum noch ansprechbar gefunden: Eine Streifenbesatzung der Weilheimer Polizei rettete eine 48-Jährige in letzter Minute aus einem Mehrfamilienhaus in der Sondermayerstraße. Zwei weitere Personen erlitten Rauchgasvergiftungen.

Nachbarn hatten am Dienstag gegen 18.30 Uhr die Integrierte Rettungsleitstelle alarmiert, nachdem in der Erdgeschosswohnung ein Brand ausgebrochen war. Die Polizeibeamtin (26) und ihr Kollege (35) trafen zuerst am Brandort ein. 

Da nicht klar war, ob sich Personen in der Wohnung befanden, verschafften sie sich über die unversperrte Terrassentüre Zutritt und stießen im Badbereich auf die Frau, die sich aufgrund ihrer starken Rauchgasvergiftung nicht mehr selbst helfen konnte. 

Mit vereinten Kräften zogen die Beamten die Frau ins Freie, wo sie von Rettungskräften versorgt wurde. Ein Hubschrauber flog die 48-Jährige nach Murnau. Sie schwebt laut Polizeisprecher Stefan Sonntag nicht in Lebensgefahr. 

Die mit 25 Helfern und fünf Fahrzeugen ausgerückte Weilheimer Feuerwehr löschte den Brand in der Küche unter Einsatz von Atemschutzgeräten. Mittels Rauchschutzvorhang und Überdrucklüfter konnte die Gefährdung weiterer Personen verhindert werden, so Kommandant Konrad Bischel. 

Ein Wohnungsnachbar erlitt bei Löscharbeiten eine Rauchgasvergiftung. Auch die Polizeibeamtin begab sich in ärztliche Behandlung. 

Der Sachschaden wird nach Angaben des Polizeipräsidiums Oberbayern auf 25 000 Euro geschätzt. Die Kripo Weilheim geht derzeit davon aus, dass Gegenstände, die auf dem eingeschalteten Herd abgelegt waren, den Brand verursacht hatten. hof

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