Hilfe für Opfer verbessern – "Zentrum Bayern Familien und Soziales" und Polizei kooperieren

Besiegelten den Kooperationsvertrag (v. li.): Reinhard Kelch, Alfons Siebenweiber, Katharina Spöttl, Robert Heimberger. Foto: Privat

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KREISBOTEN; Landkreis – In der vergangenen Woche trafen sich der Polizeipräsident des Polizeipräsidiums Oberbayern Süd, Robert Heimberger, der Regionalstellenleiter des Zentrum Bayern Familien und Soziales (ZBFS), Region Oberbayern, Reinhard Kelch und dessen Stellvertreter, Alfons Siebenweiber, um einen Kooperationsvertrag zur Verbesserung der Hilfe für Opfer von Gewalttaten abzuschließen. Gemeinsam mit der Beauftragten der Polizei für Frauen und Kinder, Katharina Spöttl, wurde die Kooperation unterschriftlich im Rosenheimer Polizeipräsidium besiegelt. Die Kooperation vertieft die bestehen- de Zusammenarbeit zwischen den beiden Behörden im Sinne einer effektiven Opferhilfe. Die Polizei informiert die Opfer von Gewalttaten über das Opferentschädigungsgesetz und unterstützt diese bei der Antragstellung. Das Opferentschädigungsgesetz von 1985, zuletzt geändert 2011, regelt die Versorgung von Opfern (ausgenommen Verkehrsopfer) in Deutschland und hoheitlichen Territorialgebieten wie Schiff oder Flugzeug, die durch eine Gewalttat körperlichen, geistigen oder seelischen Schaden erlitten haben. Auch Hinterbliebenen dieser Opfer stehen unter bestimmten Voraussetzungen Leistungen zu. Bei kindlichen und jugendlichen Gewaltopfern weist die Polizei auf spezielle Hilfsangebote in den Münchner Traumaambulanzen hin. Beim ZBFS stehen für Fragen rund um die Opferentschädigung Berater zur Verfügung. Informationen dazu gibt es im Internet unter www.zbfs.bayern.de. Die Zusammenarbeit mit dem ZBFS steht ganz im Zeichen des Netzwerks Opferhilfe, in welchem weitere Partner mit der Polizei zusammenarbeiten, um die Opfer vor zukünftigen Taten zu schützen und die Folgen erlittener Gewalt „abfedern“ helfen. Das sind zum Beispiel die Pro Aktiven Beratungsstellen in Rosenheim (Frauen- und Mädchennotruf), Burghausen (Frauen helfen Frauen) und Murnau (Frauenhaus/SkF), weitere Beratungseinrichtungen im jeweiligen Nahbereich oder Hilfsorganisationen wie der „Weiße Ring“. Dem Gewaltopfer werden somit vielfältige, individuelle Hilfen angeboten. Die Aufgabe aller im Opferschutz und in der Opferhilfe tätigen Stellen ist es, dem Gewaltopfer diese Möglichkeiten bekannt zu machen und bei der Inanspruchnahme von Hilfen zu unterstützen.

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