Nach Blitzeinschlag verbrannt

Historisches Gebäude auf Glentleiten zerstört

Brand Glentleiten Großweil
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Die Streuhütte ist komplett niedergebrannt. Die Feuerwehren verhinderten, dass das Kleinanwesen aus Kerschlach ebenfalls ein Raub der Flammen wurde.

Großweil – Es ist nichts mehr da, was noch an den historischen Stadel im Freilichtmuseum Glentleiten des Bezirks Oberbayern erinnert. Das Gebäude ist komplett niedergebrannt nachdem am vergangenen Sonntag ein Blitz einschlug.

Kurz vor 17 Uhr ging über der Glentleiten ein starkes Gewitter nieder. In dessen Verlauf kam es zu mehreren Blitzeinschlägen auf dem Gelände des Freilichtmuseums. Einer davon traf den Stadel. Das Gebäude brannte schnell lichterloh. Die kurze Zeit später eintreffenden Freiwilligen Feuerwehren konnten nur noch dafür sorgen, dass das Feuer gelöscht wurde und nicht auf andere Häuser übergriff. Zum Zeitpunkt des Feuers waren nur noch wenige Besucher*innen im Museum; die meisten hatten sich mit dem Aufziehen des Gewitters bereits zum Ausgang begeben.

Die über 100 Jahre alte Streuhütte gehörte zu einem Kleinanwesen aus Kerschlach (Gemeinde Pähl, Landkreis Weilheim-Schongau) und bildete mit diesem zusammen ein Gebäudeensemble. Der Stadel, in dem – wie ehemals üblich – Heu untergebracht war, brannte komplett nieder. Durch den schnellen Einsatz der Feuerwehren der Gemeinden Großweil, Schlehdorf, Sindelsdorf, Kochel und Murnau, die von der Glentleitner Betriebsfeuerwehr informiert wurden, konnte der Brand eingedämmt werden, sodass das angrenzende Kleinanwesen nur im Bereich des Wirtschaftsteils leicht in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Museumsdirektorin Dr. Monika Kania-Schütz dankt den Einsatzkräften: „Ich bin vor allem froh, dass keine Menschen zu Schaden kamen. Den Feuerwehrleuten danke ich von ganzem Herzen für ihren Einsatz. Aber auch den Mitarbeiter*innen gilt mein ganzer Dank. Sie waren zur richtigen Zeit am richtigen Ort und haben höchst besonnen genauso reagiert, wie es die Situation erforderte.“ Der Wert des niedergebrannten Stadels habe vor allem in seiner Zugehörigkeit zu dem Ensemble rund um das komplett mit Originalmöbeln ausgestattete Kleinanwesen gelegen. „Wir sind natürlich sehr traurig, dass das historische Gebäude unwiederbringlich zerstört ist, aber vor allem froh, dass das Feuer durch die erfolgreiche Brandbekämpfung der Feuerwehren nicht auf weitere Häuser übergreifen konnte.“

Das Freilichtmuseum Glentleiten ist gegen solche Elementarschäden versichert. Wie hoch der finanzielle Sachschaden ist, kann zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht beziffert werden; der immaterielle Schaden ist jedoch beträchtlich, da die Streuhütte ein Teil eines historischen Ensembles war. Ob das Gebäude rekonstruiert wird, ist noch nicht klar.

Trotz des Brandes ist das Freilichtmuseum für Besucher geöffnet – derzeit täglich von 10 bis 17 Uhr.

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Von Kreisbote

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