Hochmoderne Ampel an der Ammerbrücke hilft Blinden über die Straße

Die modernste Ampelanlage im Landkreis steht seit kurzem an der Ammerbrücke in Weilheim. Ältere Ampeln sollen nach und nach ausgetauscht werden.

Die neue Ampel ist blindengerecht. Sie verfügt nicht nur über das übliche Lichtzeichen (in diesem Fall mit energiesparenden und besonders hellen LED-Lämpchen) sondern außerdem über ein akustisches Signal für Sehbehinderte sowie ein Vibrationssignal. Die Schaltung der Ampel erfolgt einerseits durch die Fußgängeranforderung, gleichzeitig wird sie per Videokamera überwacht und kann so, je nach Verkehrsaufkommen, auf den Bedarf abgestimmt geschalten werden. „Es ist die modernste Anlage, die derzeit überhaupt auf dem Markt ist“, erklärt Stefan Vogt vom Staatlichen Bauamt. „Gekostet hat sie 25000 Euro, hinzu kommen noch die Kosten für die Tiefbauarbeiten, also das Fundament.“ Die Kosten teilen sich die Stadt Weilheim, die ein Drittel finanziert, und der Freistaat Bayern. Geplant ist, weitere Ampeln in Weilheim auszutauschen oder nachzurüsten. „Konkret geht es um die Ampeln am Rathausplatz, an der Kaltenmoserstraße und am Sportheim“, stellt Josef Guggemos von der Unteren Verkehrsbehörde in Aussicht. Peter Pabst, Behindertenbeauftragter im Landkreis Weilheim-Schongau, ist überzeugt: „Es wurde höchste Zeit, dass eine solche Anlage eingerichtet wird. Wir haben fast 20 Jahre lang für die Errichtung behindertengerechter Ampelanlagen im Landkreis Weilheim-Schongau gekämpft.“

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