Bundesweit mehr als 140 000 TeilnehmerInnen bei Stunde der Gartenvögel

Hohe Beteiligung bei Vogelzählung des NABU

Kinder beobachten und Zählen Vögel bei der Aktion
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Auch dieses Jahr nahmen zahlreiche Menschen an der Aktion des NABU teil und zählten aufmerksam Vögel.

Landkreis – Das Endergebnis der diesjährigen „Stunde der Gartenvögel“ beeindruckt erneut mit einer hohen Teilnahmezahl. Bundesweit haben sich mehr als 140 000 Menschen beteiligt, insgesamt wurden über 3,1 Millionen Vögel gezählt.

„Die Rekord-Teilnahme während des ersten Lockdowns im vergangenen Jahr konnte zwar nicht erreicht werden, dennoch zeigt sich auch dieses Jahr ein hohes Interesse der Menschen an der natürlichen Vielfalt vor ihrer Haustür“, freut sich Andrea Pohlen, Leiterin der NABU Regionalgeschäftsstelle Heide-Wendland.

Die Vogelschutzexperten des NABU haben die Rohdaten der Zählung nun analysiert und statistische Korrekturen vorgenommen. Bundesweit konnten pro Garten knapp 33 Vögel von 11,4 unterschiedlichen Arten entdeckt werden. Das sind deutlich mehr als im Vorjahr, in dem mit nur gut 30 Vögeln der bisher niedrigste Wert ermittelt wurde. Insgesamt erweist sich der Vogelbestand in Deutschlands Dörfern und Städten seit Beginn der Zählungen im Jahr 2005 als weitgehend stabil. Dennoch gibt es unter den 66 am häufigsten beobachteten Arten ein leichtes Übergewicht deutlich abnehmender Arten: 20 Arten mit sinkenden Beständen stehen 16 Arten mit zunehmenden und 30 Arten mit stabilen Zahlen gegenüber. Unter den größten Verlierern finden sich mit Mauersegler, Mehlschwalbe, Trauerschnäpper und Grauschnäpper auffallend viele Fluginsektenjäger.

Mit Hausrotschwanz, Mönchsgrasmücke, Zaunkönig, Zilpzalp, Kuckuck, Nachtigall und Klappergrasmücke sind weitere ausschließlich von Insekten lebende Vogelarten dabei. Langfristig deutliche Zunahmen zeigen dagegen einige Vegetarier, darunter Ringeltauben, Stieglitz, Gimpel und Kernbeißer. Pohlen dazu: „Nicht umsonst rufen wir regelmäßig dazu auf, den eigenen Garten möglichst naturnah zu gestalten, damit sich Insekten dort wohlfühlen und Gartenvögel ausreichend Nahrung vorfinden. Es empfiehlt sich, heimische Laubgehölze zu pflanzen, Ecken mit Wildpflanzen anzulegen und selbstverständlich auf Umweltgifte zu verzichten.“

Wie auch in den vergangenen Jahren, liegen auf den ersten beiden Plätzen Haussperling (6,95 Tiere pro Garten) und Amsel (3,31). Der Feldsperling muss jedoch seinen dritten Platz an die Kohlmeise (2,78) abgeben und fällt damit auf Platz vier. Platz fünf geht erneut an den Star (2,69).

Die besonders aus dem Landkreis Lüchow-Dannenberg gemeldeten Funde von erkrankten und verstorbenen Blaumeisen, spiegeln sich nur leicht in den Ergebnissen wieder. Im Vorjahr hatte die Art in Deutschland durch das Bakterium Suttonella ornithocola Verluste verzeichnen müssen. In diesem Jahr scheint es sich jedoch nur um regionale Ausbrüche zu handeln. Der erstmals öffentlich gewählte Vogel des Jahres, das Rotkehlchen, fliegt landes- und bundesweit auf Platz neun und erzielt damit – möglicherweise kraft Amtsbonus – seine bisher beste Platzierung.

Detaillierte Ergebnisse auf Bundes-, Landes- und Landkreisebene können angefragt werden oder sind auf www.stundedergartenvoegel.de abrufbar.

Die nächste Mitmachaktion des NABU läuft bis zum 13. Juni: Dabei werden beim „Insektensommer“ wieder Sechsbeiner gezählt und gemeldet. Weitere Informationen zur Aktion gibt es unter www.insektensommer.de.

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Von Kreisbote

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