Großes Interesse am Holz-Bau-Tag

Rund 20 Ausstellerfirmen informierten über ihre Produkte und Dienstleistungen

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Bereits zur Halbzeit waren es rund 400 Besucher, die sich beim „Holz-Bau-Tag“ an den Messeständen informierten.

Weilheim – Gelungene Premiere für den ersten „Weilheimer Holz-Bau-Tag“ am vergangenen Sonntag: Schon gegen Mittag waren es rund 400 Besucher, die sich in der großen Lagerhalle von „Baustoffe Fritz“ im Trifthof-Gewerbegebiet an den Messeständen der rund 20 Aussteller tummelten.

„Ganz klar, wir haben mit dem Thema einen Nerv getroffen. Das ist keine Kraut- und Rübenmesse“, freute sich „Fritz“-Niederlassungsleiter, Herbert Bardorf, über die tolle Resonanz. Seien vor 20 Jahren noch fast ausschließlich Ziegelhäuser gebaut worden, gehe der Trend inzwischen immer mehr zu Holzhäusern: „Das ist mittlerweile eine gute Alternative zum klassischen Hausbau. Es ist ein richtiger Markt dafür entstanden“, so Bardorf. „Baustoffe Fritz“, ein Tochterunternehmen der österreichischen „Würth-Hochenburger-Gruppe“, wollte eigentlich schon im vergangenen Jahr zu einem „Holz-Bau-Tag“ laden. Doch die Messe hätte mit der Oberland-Ausstellung kollidiert. Deshalb entschied man sich für eine Verschiebung. Für „Baustoffe Fritz“ ist die Messe natürlich eine willkommene Gelegenheit, für das eigene Geschäft Werbung zu machen und etwaige Missverständnisse auszuräumen: Laut Bardorf glauben immer noch viele Leute, dass ein Baustoffhandel nur Handwerker- und Baufirmen als Fachmarkt offen steht – „doch hier kann jeder einkaufen, auch der Privatkunde“, betont der Niederlassungsleiter ausdrücklich.

Im Rahmen der Holzbau-Messe stellten regionale Holzbaubetriebe aus dem Oberland und Umgebung ihre Produkte und Dienstleistungen aus den Sparten Holzrahmenbau, Massivholzbau, Modulbau und mobile Häuser vor. Ebenso waren Lieferanten und Produzenten aus den Bereichen Holzfaserverarbeitung, Lehm und Wind-Luftdichtung vertreten. „Überrascht“ vom großen Besucherandrang zeigte sich Renate Geiger von der „Zimmerei Karl Geiger“ aus Wildsteig: „Eigentlich wollte ich mir schon lange einen Cappuccino holen, aber ich bin vom Stand nicht weggekommen“, berichtete sie schmunzelnd. Die vielen regionalen Anbieter sieht Geiger weniger als Konkurrenz, sondern als Bereicherung: „Das ist nicht von Nachteil. Das Angebot wird dadurch sehr vielfältig.“ Auf der Messe habe sie „viele interessante Gespräche geführt“: „Den ‚Weilheimer Holz-Bau-Tag‘ wird es sicher wieder geben – das vermute ich zumindest“, erklärte Geiger – und mit dieser Prognose liegt sie genau richtig. Laut Bardorf ist die nächste Auflage für 2020 fest anvisiert – „dann in abgedateter Version“, wie der Niederlassungsleiter ankündigte.

Von Bernhard Jepsen

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